Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Institut Verkehr und Raum mit "Radler-Analyse"

14.08.2009
Das Institut Verkehr und Raum (IVR) der Fachhochschule Erfurt hat im Auftrag der Stadt Erfurt Analyse der Verkehrsverhältnisse im so genannten Bahnhofstunnel am Erfurter Hauptbahnhof durchgeführt. Die Studie wurde am 11. August der Öffentlichkeit vorgestellt.

Anzeige

Quer unter den Bahnhofsgleisen des Erfurter Hauptbahnhofs verlaufen mehrere Straßenbahn- und Buslinien, die Haltestellen liegen faktisch "überdacht vom Bahnhof". Fußgänger nutzen diese Haltestellen, gehen aber auch in den Bahnhof hinein oder kommen aus dem Bahnhofsgebäude und gehen zu den Haltestellen oder weiter aus dem Bahnhofsbereich hinaus.


Viele Fahrradfahrer nutzen die Bahnhofsunterführung. Seit der Neugestaltung der Straßenbahn- und Bushaltestellen am umgestalteten Hauptbahnhof gab es in der öffentlichen Diskussion zum Radverkehr hitzige Auseinandersetzungen, in deren Folge u.a. ein Radfahrverbot für diesen Bereich festgelegt worden war.

Die Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Gather hatten im Auftrag der Stadtverwaltung das tatsächliche Verhalten der Fahrradfahrer untersucht. An vier Tagen hatten Studierende im Bahnhofstunnel und auf zwei Alternativtrassen Zählungen durchgeführt. Demnach wurden in der Beobachtungszeit von 6 bis 22 Uhr 15.542 Fahrradfahrer (ca. 4.000 Fahrradfahrer je Tag) an den drei möglichen, zentrumsnahen Querungsstellen des Bahnkörpers der Straßenbahn gezählt. Im Bereich des Bahnhofstunnels lag die Zahl zwischen 1.414 und 2.126 an einem Tag, die sich zudem den Verkehrsraum mit Fußgängern, Fahrgästen und über 1.000 Linienfahrzeugen der EVAG teilen müssen. Das Nutzungsverhalten der Radler aber ist differenziert: Nur knapp zwei Fünftel schoben das Fahrrad entsprechend des Fahrverbotes, drei Fünftel hingegen fuhr auf dem Gehweg (34%) oder im Gleisbereich (27%). Ungeachtet dessen gab es kaum Konfliktsituationen oder gar Unfälle.

Der Bahnhofstunnel wurde im Fazit als "sicherer als gedacht" und "mit relativ entspannter Situation" eingeschätzt, so Professor Gather.

Auch mit der Moderation des Abstimmungsprozesses für eine Lösung der Verkehrssituation Bus/Straßenbahn-Fußgänger-Fahrradfahrer unter Einbeziehung aller Nutzergruppen ist das Institut der Fachhochschule von der Stadt Erfurt beauftragt worden. Zunächst können aber die Einwohner bis Anfang September ihre Meinung zur Situation und zu möglichen Lösungen äußern. Dazu ist die Studie auf http://www.verkehr-und-raum.de im Download-Bereich einsehbar.

Kontakt IVR: 0361 6700-758

Roland Hahn | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.verkehr-und-raum.de
www.fh-erfurt.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht RFID auf Umverpackungen soll Konsumgüterindustrie revolutionieren
24.05.2012 | FIR e. V. an der RWTH Aachen

nachricht Softwareplattform „Total Airport Management Suite“ optimiert Abläufe am Flughafen
22.05.2012 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Kompass für Pollenschläuche - Forscher überwinden Barrieren für die Kreuzung von Pflanzenarten


Seit Jahrzehnten ist es ein Traum von Biologen und Pflanzenzüchtern auf der ganzen Welt: Der Genpool an Nutzpflanzen ließe sich wesentlich erweitern und verbessern, wenn die bestehenden Barrieren für die Kreuzung von Pflanzenarten überwunden werden könnten. Davon würde vor allem die Agrarwirtschaft profitieren.

Allerdings konnten die molekularen Grundlagen vieler Kreuzungsbarrieren und die Vorgänge bei der doppelten Befruchtung von Blütenpflanzen lange Zeit nicht untersucht werden. Viele Kreuzungsversuche schlugen fehl, weil es nicht gelang, das Wachstum des männlichen Pollenschlauchs (der die Spermazellen transportiert) zum weiblichen Eiapparat anzuregen.

Ein Forschungsteam der Universität Regensburg unter der Leitung von ...

Im Focus: Erster Einsatz für neuartiges Meeresbodenobservatorium


GEOMAR installiert MoLab an Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen

Morgen startet das Kieler Forschungsschiff POSEIDON vom norwegischen Bergen aus zu einer Expedition ins Europäische Nordmeer. An Bord befindet sich das neu entwickelte Ozeanboden-Observatorium MoLab. Die Wissenschaftler werden es erstmals für vier Monate an einem Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen installieren.

Bisher hatten Meeresforscher die Qual der Wahl, wenn sie komplexe Prozesse ...

Im Focus: Möglicher neuer Ansatz gegen Krebs im Frühstadium entdeckt


Zellen nutzen zur Kommunikation untereinander eine ganze Reihe an Proteinen. Darunter auch ein Zelloberflächenprotein, das in bestimmten Fällen die Entstehung von Krebs fördert, wie Berner Zellbiologen herausgefunden haben.

Schaltet man es aus, wird dadurch auch Krebs gehemmt oder gar verhindert. Da dieses Protein bereits in den ersten sich teilenden Krebszellen vorhanden ist, versprechen diese Ergebnisse völlig neue Ansätze zur Krebsbekämpfung in einem sehr frühen Stadium.

Prof. Eduardo Moreno und sein Team vom Institut für Zellbiologie der Universität Bern ...

Im Focus: Wie Magmafluss, Kristallwachstum und seismische Aktivität zusammenhängen


Autopsie einer Eruption
Forscher der RUB und aus Bristol berichten in Science

Wie die Vorgänge tief im Inneren von Vulkanen mit den an der Oberfläche gemessenen seismischen Daten zusammenhängen, berichten Forscher des Bereichs Petrologie der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen aus Bristol in der Zeitschrift Science. Sie analysierten das Wachstum von Kristallen in der Magmakammer und nutzten Aufzeichnungen der seismischen Aktivität. Die ...

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Forschungscampus caMPlusQ der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik eröffnet

25.05.2012 | Materialwissenschaften

Energieoptimiert Bauen

25.05.2012 | Architektur Bauwesen

NTU and I²R scientists invent revolutionary chipset for high-speed wireless data transfer

25.05.2012 | Informationstechnologie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Von Urheberrechtsfragen bis hin zur Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Das zweite Leipziger Fachgespräch Feste Biomasse 2012 findet am 13. Juni statt

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Familie und Wissenschaft

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp