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Vor seinem Einsatz in Russland untersuchten Experten von Siemens im Klima-Wind-Kanal, ob der Zug den harten Witterungsbedingungen der 650 Kilometer langen Strecke gewachsen ist.
Ab Ende 2009 wird der Velaro RUS als erster Hochgeschwindigkeitszug Russlands Moskau und Sankt Petersburg verbinden.
Eisige Schneestürme herrschen nicht nur im russischen Winter, sondern auch in der Testanlage Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien . Siemens-Ingenieure haben den Zug vorher kältefest gemacht. So sind Materialien wie Stahl und Kunststoff besonders kälterobust, d.h. sie behalten auch bei tiefen Temperaturen ihre Eigenschaften. Weitere Maßnahmen sind spezielle Schmierstoffe, eine ausgereifte Gesamtkonstruktion und zusätzliche Sicherheitsfunktionen in der Antriebs- und Schalttechnik.
Neben der Fahrtüchtigkeit bei Schnee und Eis zeigte der Test, dass die Fahrgäste im Inneren des Velaro RUS auch ein angenehmes Raumklima vorfinden: Es wurden ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde sowie Außentemperaturen bis zu minus 40 Grad erzeugt.
Rund 800 Sensoren im Zuginneren überprüften Temperatur, Luftdruck, -zirkulation und -feuchtigkeit. Die besondere Wärmeisolierung hält die Passagiere trotz Eiseskälte warm. Die Ingenieure von Siemens Mobility erreichten dies durch eine Minimierung so genannter Wärmebrücken, also Bauteile, die Wärme nach außen ableiten, und eine etwa doppelt so dicke Isolierung wie bei dem in Deutschland genutzten ICE 3.
Bis 2010 erhält die Russische Staatsbahn (RŽD) vom Siemens -Werk in Krefeld-Uerdingen acht Züge, die mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde verkehren. Wie bei allen Velaro-Zügen haben bis zu 20 Prozent mehr Passagiere Platz; maximal können 604 Personen mitfahren.
Zur besonderen Energieeffizienz tragen die optimierte Aerodynamik und die Rückspeisung von Bremsenergie bei: Durchschnittlich verbraucht der Zug 0,33 Liter Benzin pro Person und 100 Kilometer. Umweltfreundliche Züge sind ein Bestandteil des Umweltportfolios von Siemens, mit dem das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 19 Milliarden Euro umgesetzt hat. (IN 2009.03.4)
Dr. Norbert Aschenbrenner | Quelle: Siemens InnovationNews
Weitere Informationen: www.siemens.de/innovation
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