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Ende Mai eröffnete ViaQuatro, Betreiber der Linie 4 der Metro von São Paulo, Brasilien, die erste Teilstrecke der Linie. Damit ist São Paulo die erste Stadt Lateinamerikas mit einem vollautomatischen, fahrerlosen Metrosystem. ViaQuatro hatte Siemens Mobility 2007 mit dem Ausbau der neuen Linie beauftragt.
Die Linie 4 in der brasilianischen Metropole São Paulo erstreckt sich über 12,8 km und umfasst elf Stationen. Die nun eröffnete erste Teilstrecke hat zwei Stationen im Abstand von 2,5 km und ist die Anbindung der Linie 4 an das übrige Metronetz von São Paulo. Alle Stationen sind durch Bahnsteigtüren gesichert.
Die vollautomatische Linie ermöglicht eine dichtere Zugfolge als bei herkömmlichen fahrergeführten Systemen unter optimalen Sicherheitsbedingungen. Im Endausbau ist die Strecke für ein erwartetes Verkehrsaufkommen von rund 900.000 Fahrgästen pro Tag ausgelegt.
Die Teilstrecke, die Züge und die Betriebsleitstelle sind mit dem automatischen Zugbeeinflussungssystem Trainguard MT CBTC von Siemens ausgestattet. Die fahrerlose Metrolinie arbeitet im Pendelverkehr zwischen den beiden Stationen. Für diesen Betrieb wurden drei Züge ausgerüstet. Der Betriebshof wird durch das Sicas-Stellwerkssystem von Siemens gesteuert.
Als Konsortialführer lieferte Siemens Mobility das automatische Zugsicherungssystem Trainguard MT CBTC, das mittels der Communication Based Train Control-Technologie einen fahrerlosen Betrieb ermöglicht. Die Lieferung umfasst die strecken- und fahrzeugseitige Ausrüstung für den vollautomatischen Betrieb der Züge ohne Zugbegleiter. Zudem installierte Siemens die Vicos-CBTC-Leitstelle, eine automatische Verkehrsüberwachungslösung, die speziell für die CBTC-Technologie entwickelt wurde, sowie das elektronische Stellwerk Sicas. Die Firma Hyundai-Rotem liefert 84 Wagen zur Bildung von 14 Metrozügen.
In den nächsten Phasen wird die restliche Strecke in Betrieb genommen. Neben Trainguard MT CBTC werden ein Fahrgastinformationssystem, eine Videoüberwachung und eine Zugfunkanlage von Siemens installiert. Die Betriebsleitstelle wird zusätzlich zum Vicos-CBTC mit einem Scada-System ausgestattet. Dieses übernimmt die Überwachung und Steuerung der Linie, der Stationen, des Betriebshofs, des Zug-Kommunikationssystems und der von Siemens beigestellten Videoüberwachung für Züge und Stationen.
Trainguard MT CBTC ist in Paris, New York sowie in Barcelona in Betrieb. Darüber hinaus kommt das Zugbeeinflussungssystem unter anderem bei den Projekten in Algier, Budapest und Helsinki zum Einsatz.
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 207.000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2009 einen Umsatz von rund 35 Milliarden Euro.
Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Anbieter von Transport- und Logistik-Lösungen. Mit „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient und umweltfreundlich zu transportieren. „Complete mobility“ ist orientiert am Ziel der Nachhaltigkeit und vereint Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehr, Lösungen für Flughafen- und Post-Logistik, Bahnelektrifizierung, Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr, schlüsselfertigen Systemen und zukunftsorientierten Servicekonzepten. Mit weltweit rund 25.000 Mitarbeitern erreichte Siemens Mobility im Geschäftsjahr 2009 (30. September) einen Umsatz von 6,4 Milliarden Euro.
Reference Number: IMO201006029d
Franz-Ferdinand Friese | Quelle: Siemens Mobility Division
Weitere Informationen: www.siemens.com/industry
www.siemens.com/mobility
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