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Einen eindrucksvollen Beweis ihrer Leistungsfähigkeit hat die adaptive Netzsteuerung von Lichtsignalanlagen in Münster angetreten.
Durch den Einsatz von Sitraffic Motion von Siemens Mobility sahen die Verkehrsteilnehmer an einem sechs Kilometer langen Straßenabschnitt deutlich häufiger Grün an den 24 Kreuzungen einer viel befahrenen Straße. Nach einer gerade veröffentlichten Studie der Ruhr-Universität Bochum verbesserte sich der Verkehrsfluss entlang der Modellachse um bis zu 38 Prozent.
eit Mitte vergangenen Jahres werden die 24 Lichtsignalanlagen an der sechs Kilometer langen Stadtstraße von Sitraffic Motion dirigiert, einer adaptiven Netzsteuerung, die die Länge der Rot-Grün-Phasen im 15-Minuten-Takt an der zuvor berechneten Verkehrssituation ausrichtet.
Für die repräsentative Studie hat ein Team um Professor Dr. Werner Brilon von der Ruhr-Universität Bochum drei verschiedene Entwicklungsstufen untersucht: zunächst den festzeitgesteuerten Urzustand, danach eine konventionell optimierte und abschließend die verkehrs¬adaptive Steuerung. Eingeflossen sind zum einen Werte von eigenen Messungen mit GPS- und Videofahrzeugen sowie von Detektoren, zum anderen auch die Telematikdaten des ÖPNV-Betriebs der Stadt.
Die Ergebnisse waren eindeutig: „Das eingetretene Ausmaß der Verbesserungen ist unerwartet hoch“, resümieren nicht nur die Autoren der Studie. Auch Christian Schowe, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung in Münster zeigte sich positiv erstaunt: „Der so genannte Performance-Index belegt eine Verbesserung um bis zu einem Drittel gegenüber 2006. Das hat uns in dieser Deutlichkeit selbst überrascht.“
Beim so genannten Performance-Index, der Wartezeiten und Halte für alle Verkehrsteilnehmer bewertet, hatte schon die konventionelle verkehrsabhängige Steuerung der Lichtsignalanlagen nennenswerte Fortschritte gebracht. Mit Einsatz der adaptiven Variante jedoch stellten die Bochumer Wissenschaftler noch einmal eine klare Verbesserung fest, die sie vor allem auf „die weitestgehend zügigere Führung des durchgehenden Verkehrs“ sowie auf „die bessere Verkehrsqualität für die Linienbusse“ zurückführen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sitraffic Motion die Wartezeiten auf der Hauptroute durchweg um 30 bis 35 Prozent und die Zahl der Halte um 20 bis 45 Prozent reduziert.
Die Auswirkungen auf die Umwelt sind ebenso positiv. „Durch die vermiedenen Wartezeiten und Halte“, so die Studie, „tritt eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen ein.“
Siemens AG
Industry Sector - Mobility Division
Pressereferat
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Angelika Holtkamp | Quelle: Siemens Mobility
Weitere Informationen: www.siemens.com
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