Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorbild 'industrielle Produktion': Mit Robotersystemen zu mehr Effizienz auch in der Logistik

10.02.2009
BIBA und ThyssenKrupp Krause präsentieren sich zum "forum robotic" vom 12. bis 13.2. in Bremen / Besichtigung der BIBA-Forschungslabore / "Robotersysteme in der Logistik künftig unverzichtbar"

Der Bedarf an Robotiklösungen für den Einsatz in logistischen Prozessen ist sehr groß. Das zeigen die Markstudien des BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH an der Universität Bremen, und die Nachfrage bestätigt das: Gesucht sind vornehmlich Systeme, die sich individuell in bestehende Prozessketten integrieren lassen.

Seit Langem forschen die BIBA-Wissenschaftler auf diesem Gebiet und arbeiten hier unter anderem mit dem Industriepartner ThyssenKrupp Krause GmbH zusammen. Nun präsentieren sich die beiden Entwicklungspartner zum "forum robotic" vom 12. bis 13. Februar in Bremen (Halle 7, Stand 7.B-10).

Zudem öffnet das BIBA seine Forschungslabore. Kongress-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bekommen die Gelegenheit, sich vor Ort über die neuesten Entwicklungen in der Robotik-Logistik zu informieren und verschiedene Entwicklungen wie zum Beispiel den Paketroboter oder RFID- und Greifer-Systeme live bei der Arbeit zu erleben. Wer Interesse hat, kann sich während des Kongresses am zentralen Schalter oder am BIBA-Stand anmelden. Am 2. Veranstaltungstag im Anschluss an die Forumsbeiträge beginnt die Besichtigung in der BIBA-Forschungshalle (13. Februar, 16 bis 18 Uhr).

Vom Be- und Entladen von Containern, Wechselbrücken oder Rollbehältern bis hin zum Palettieren: Immer mehr Unternehmen streben danach, diese ergonomisch stark belastenden Tätigkeiten von Roboter-systemen erledigen zu lassen. Insbesondere für die Handhabung von Massenstückgütern ist die Automatisierung interessant. Doch der Markt bietet kaum Lösungen, die sich individuell in bestehende Systeme einbinden lassen. So klaffen Lücken in der Prozesskette, und viele Arbeiten müssen noch immer manuell geleistet werden.

"Diese Lücken gilt es nun zu schließen", sagt Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer vom BIBA. "Robotersysteme sind in der Logistik künftig unverzichtbar. Wir wollen hier eine Effizienz erreichen, wie sie in der industriellen Produktion schon lange üblich ist." Mit der Entwicklung des Paketroboters zur autonomen Entladung von Containern sind die Bremer Forscher und ihre Entwicklungspartner aus der Wirtschaft dem Ziel bereits einen großen Schritt näher gekommen: ThyssenKrupp Krause produziert, vertreibt und integriert das System inzwischen erfolgreich. Zudem arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit dem BIBA an der Weiterentwicklung.

Das Forschungsinstitut, das sich inzwischen auch als Kompetenzzentrum für Robotik-Logistik einen Namen gemacht hat, schaut darüber hinaus schon in die Ferne und arbeitet an Lösungen für die Logistik von Morgen. In seinem Forschungs- und Entwicklungskonzept "Logistikfabrik der Zukunft" setzt es sich mit den künftigen Anforderungen auseinander. Dabei betrachten die Wissenschaftler die Gesamtheit der logistischen Abläufe innerhalb der Prozessketten, und als eines der drei wesentlichen Handlungsfelder sehen sie den Bereich "Automatisierung und Robotik".

BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH

Das BIBA ist ein ingenieurwissenschaftliches Forschungsinstitut, das sich schwerpunktmäßig mit den technischen und organisatorischen Fragestellungen von Produktions- und Logistiksystemen beschäftigt. Es erforscht und entwickelt Lösungen, die es auch in Unternehmen aller Branchen, Größen und Nationalitäten praxisgerecht umsetzt. Im BIBA arbeiten rund 100 Menschen. Sie kommen aus der Produktionstechnik, dem Wirtschaftsingenieurwesen, der Informatik, der Physik und der Elektrotechnik sowie aus angrenzenden wissenschaftlichen Disziplinen. Das BIBA engagiert sich in EU-Forschungsverbünden und ist maßgeblich an mehreren Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft beteiligt, darunter federführend im SFB 637 "Selbststeuerung logistischer Prozesse".

ThyssenKrupp Krause GmbH

ThyssenKrupp Krause, ein Unternehmen von ThyssenKrupp Technologies, ist spezialisiert auf Hightech-Anlagen und beschäftigt weltweit zirka 2.000 Mitarbeiter. Am Standort Bremen, wo der Paketroboter gebaut wird, arbeiten rund 900 Menschen. Seinen Ruf als Schrittmacher für neue, technische Lösungen verdiente sich ThyssenKrupp Krause im Bereich der Montage-, Prüf- und Testsysteme für Aggregate vornehmlich für die Automobil- und Zuliefererindustrie. So werden alle Anforderungen an einen Lieferanten von Maschinen und Anlagen erfüllt - von der Projektplanung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung, Montage und Inbetriebnahme.

Ihre Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer (BIBA, Abteilungsleiter),
Telefon: 0173 616 36 83, E-Mail: ech@biba.uni-bremen.de
Dipl.-Ing. Carsten Rasch (ThyssenKrupp Krause, Account Manager Logistik)
Telefon: 0421 68 88 13 53 oder 0173 602 13 06, E-Mail: carsten.rasch@thyssenkrupp.com

Sabine Nollmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.biba.uni-bremen.de
http://www.robotik-logistik.de
http://www.thyssenkrupp-krause.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen