Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stressfrei durch den Straßenverkehr

08.11.2012
Forschungsinitiative UR:bAN treibt Sicherheit für Verkehrsteilnehmer in der Stadt voran

Höchste Aufmerksamkeit ist von Verkehrsteilnehmern gefordert, wenn sie sich sicher, stressfrei und wirtschaftlich durch den städtischen Straßenverkehr bewegen wollen. Ob Auto- oder Busfahrer, Fußgänger oder Fahrradfahrer – jeder muss den anderen »auf dem Radar« haben. Dabei gilt es, die nächste Bewegung abzuschätzen und sekundenschnell zu reagieren.


© Fraunhofer IAO

Um Menschen im Stadtverkehr künftig nachhaltig zu unterstützen, haben sich 30 Partner in dem Verbundprojekt UR:BAN – Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement – zusammengeschlossen. Im Rahmen der Forschungsinitiative, die vom BMWi mit rund 40 Millionen Euro gefördert wird, wollen Unternehmen aus der Automobil-, Software- und Telekommunikationsbranche zusammen mit dem Fraunhofer IAO und Städten sowie Behörden innovative und intelligente Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme entwickeln.

Im Zentrum von UR:BAN stehen der Mensch und seine vielfältigen Rollen im Stadtverkehr. Eine der insgesamt drei Säulen von UR:BAN heißt deshalb »Mensch im Verkehr«. Hier entwickeln die Experten neue Technologien und Konzepte, damit sich Fahrerassistenzsysteme komfortabel bedienen lassen und sich im Einklang mit den Fahrererwartungen verhalten.

Besonders wichtig ist es in der Stadt, die verschiedenen Informationen verständlich, zum richtigen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der aktuellen Fahrerabsichten zu präsentieren. Eine gezielte Gestaltung der Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug soll es ganz unterschiedlichen Fahrern ermöglichen, sich vorausschauend, stressfrei und sicher durch den Stadtverkehr zu bewegen.

Das Fraunhofer IAO wird im Rahmen von UR:BAN sein Labor für Fahrsimulation ausbauen. Außerdem werden die Wissenschaftler Methoden zur Erfassung von Fahrerintentionen entwickeln, um Fahrerassistenzsysteme intuitiver und attraktiver zu gestalten. Denn besonders in urbanen Szenarien gilt es zu vermeiden, dass Assistenzsysteme sich entgegen der Fahrererwartung verhalten, was zu deutlichen Reaktionszeitverlängerungen führt und die Akzeptanz von Assistenten deutlich senken kann.

Assistenzsysteme müssen deshalb in Zukunft die »Intention« des Fahrers vor dem aktiven Eingriff erkennen und berücksichtigen. Neben Fahrparametern werden dafür auch Eye-Tracking-Systeme und physiologische Messsysteme als Datenquellen betrachtet. Ziel dabei ist die Integration verschiedener Daten, um zuverlässige Aussagen über Fahrerintentionen kurz vor möglichen Eingriffen eines Stadt-Assistenten zu treffen.

Ansprechpartner:
Fraunhofer IAO, Harald Widlroither
Telefon +49 711 970-2105
harald.widlroither@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.urban-online.org
http://www.vi.iao.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten
08.12.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?
24.11.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften