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Siemens-Lösungen verbessern Verkehrssituation im Nadelöhr von Amsterdam

08.07.2013
Seit Jahren galt der Coentunnel, der die Hauptstadt der Niederlande mit der Provinz Nordholland verbindet, als Nadelöhr und Stauquelle. Nach vierjähriger Bauzeit wurde im Frühjahr 2013 ein zweiter Tunnel eröffnet und in Betrieb genommen.

Teil des Projektes von Rijkswaterstaat ist auch ein über drei Kilometer langes Autobahnviadukt, das den Tunnel mit dem Süden der Stadt verbindet und die Zufahrt über die vielbefahrene Autobahn 10 ablöst.


Veröffentlichung nur unter Nennung des Copyrights
Copyright: Rijkswaterstaat / Fotomix

Siemens lieferte für den Tunnel als auch für das neu erbaute Straßenviadukt die gesamte Verkehrsleit- und Sicherheitstechnik. Das über drei Kilometer lange Viadukt verläuft in zwölf Metern Höhe und ist dadurch das längste Straßenviadukt der Niederlande.

Coentunnel ist eine der meist befahrenen Verkehrsadern der Niederlande. 100.000 Autos nutzen den Tunnel täglich, der durch die Inbetriebnahme eines zweiten Tunnels entlastet wird. Siemens rüstete im Auftrag von Croon Elektrotechniek BV den rund einen Kilometer langen Tunnelabschnitt verkehrsleittechnisch aus. Kernstück ist die Tunnelleitzentrale Sitraffic ITCC, die die gesamte Betriebs- und Verkehrstechnik sowie alle Außenanlagen überwacht und steuert.

Eine Kamera- und Videoüberwachung (CCTV) dient zur Verkehrsbeobachtung. Das integrierte AID (Automatic Incident Detection) -System erlaubt dabei neben der Erkennung von Staus oder Unfällen auch die Detektion von Rauch.

Neben der Ausrüstung des Tunnelabschnitts rüstete Siemens auch das knapp drei Kilometer lange Straßenviadukt mit modernster Verkehrstechnik aus. Dazu zählen die Verkehrssteuerung, Überwachungstechnik sowie Komponenten für die technische Infrastruktur wie Kommunikations- und Kameratechnik. An den Betrieb und die Sicherheit bei Viadukten bestehen, ähnlich wie bei Tunnel, besonders hohe Anforderungen.

Siemens verwendete aufgrund dieser besonderen Situation zusätzlich Techniken, die in Tunnel zum Einsatz kommen. Kernstück hierbei ist ein automatisches Erkennungssystem: Sensoren entlang des Viadukts messen das Verkehrsaufkommen sowie den Verkehrsfluss. Dadurch wird abweichendes Fahrzeugverhalten wie Stillstand, Langsam- und Geisterfahrten erkannt und automatisch an die Steuerzentrale weitergegeben. Das Straßenviadukt ist Teil der Autobahn 5, welche in Nord-Süd-Richtung verläuft und mit einer Länge von sieben Kilometern eine der kürzesten Autobahnen der Niederlande ist.

Redaktion
Silke Reh / Katharina Ebert
49 89 636 630368
silke.reh@siemens.com
katharina.ebert@siemens.com

Silke Reh | Siemens Mobility and Logistics
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/presse/mobility-logistics/material

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