Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens entwickelt Desiro-Plattform der zweiten Generation für den britischen Markt

23.07.2009
Die Desiro-Familie bekommt Zuwachs: Aufbauend auf den weltweiten Erfolg der Desiro-Züge hat Siemens Mobility mit dem Desiro City ein neues Plattform-Konzept für den S-Bahn-, Regional- und Interregionalverkehr im Vereinigten Königreich (UK) entwickelt.

Umweltweltfreundlichkeit sowie ein Höchstmaß an Flexibilität, Fahrgastsicherheit und Komfort zeichnen die Fahrzeuge der neuen Generation aus. Die Leichtbauweise des Zuges und der Drehgestelle sowie eine intelligente Fahrzeugsteuerung reduzieren den gesamten Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent gegenüber den Vorgängermodellen. Siemens Mobility wird den Desiro City zukünftig im britischen Bahnmarkt anbieten.

Der Desiro City wurde auf Basis der bewährten Desiro-UK-Plattform im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprogramms mit einem Volumen von rund 50 Millionen Euro entwickelt. Die Züge sind vielfältig einsetzbar – für die Verbindung zwischen Städten, für den innerstädtischen Verkehr oder auch für die Anbindung der Vororte an die Megacity London. Der Desiro City kann sowohl in Single Mode (750 V Gleichspannung oder 25 kV Wechselspannung) als auch im Dual Mode betrieben werden. Dabei ist eine Betriebshöchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde möglich.

Als Einzelwagenzug hat der Desiro City die komplette Antriebstechnik in einem Wagen integriert, sodass sich die Zusammensetzung der Züge von drei bis zu zwölf Wagen an das zu erwartende Fahrgastaufkommen anpassen lässt. Der modulare Aufbau des Einzelwagens ermöglicht damit unterschiedliche Zuglängen von 62 bis zu 240 Metern Länge. Dank einer verbesserten Innenausstattung bietet die neue Zuggeneration höheren Komfort und größere Flexibilität: Durch ein individuell wählbares Innenausbaukonzept kann der Desiro City im Vergleich zum Vorgängermodell bis zu 25 Prozent mehr Passagiere aufnehmen. Je nach Bedarf und Einsatzgebiet lassen sich Anzahl der Sitzplätze sowie Sitzabstände variieren. Auf diese Weise erhält man zusätzlichen Stehplatz und Raum für Fahrräder und Rollstühle.

Mehr Komfort für die Fahrgäste bietet eine Klimaanlage mit CO2-Sensoren, die sich entsprechend des Fahrgastaufkommens automatisch reguliert. Neben breiteren Wagenübergängen zur größeren Übersicht im Innenraum hat das neue Plattform-Konzept auch zwei Varianten von Einstiegstüren: die Taschenschiebetür, für einen schnellen Zugang der Fahrgäste bei kurzen Wechselzeiten, und die Schwenkschiebetür für den Regionalverkehr.

Bewährte Lösungen mit moderner Technik
Aufgrund der Leichtbauweise des Aluminium-Wagenkastens, der leichteren Drehgestelle sowie einer intelligenten Fahrzeugsteuerung ist der Desiro City besonders umweltfreundlich und energiesparsam. Zu dem um bis zu 50 Prozent reduzierten Energieverbrauch gegenüber den Vorgängerfahrzeugen tragen zahlreiche technische Optimierungen bei: Die Drehgestelle wurden beispielsweise so verbessert, dass sie besonders kompakt und leicht sind. Hierfür wurde der Radsatzabstand auf 2100 Millimeter verringert und das Lager nach innen gesetzt. Dies führt zu weniger Verschleiß des Fahrwegs und verringertem Wartungsaufwand an den Radsätzen. Im Vergleich zu der aktuellen Desiro-Zugflotte in Großbritannien ist der Desiro City bis zu 25 Prozent leichter. Außerdem ist die neue Generation zu 95 Prozent wieder verwertbar.

Das verbrauchsarme Fahren der neuen Flotte wird durch ein weiterentwickeltes System zur Fahrzeugsteuerung möglich, das je nach Streckenauslastung bedarfsorientiert die Geschwindigkeit reguliert. Darüber hinaus kann der Energieverbrauch sämtlicher Hilfsbetriebe minimiert werden.

„Die hohe Flexibilität und Umweltfreundlichkeit dieser Züge zeichnen die Entwicklung der zweiten Desiro-Generation aus. Zudem ist es uns mit dem innovativen Plattform-Konzept gelungen, die Lebenszyklus-Kosten nachhaltig zu reduzieren“, sagte Ansgar Brockmeyer, Leiter des Segmentes Public Transit bei Siemens Mobility.

Langjährige Service-Erfahrung vor Ort
Die neue Desiro-City-Plattform basiert auf langjährigen Service-Erfahrungen von Siemens vor Ort. Als einziger Hersteller hat das Unternehmen in Großbritannien für jeden ausgelieferten Zug einen Servicevertrag abgeschlossen und wartet somit fast 1500 Wagen, die im gesamten britischen Bahnnetz zwischen London und Schottland unterwegs sind. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurden in die Entwicklung der zweiten Desiro-Generation eingebracht.

Wie die bisherigen Desiro-UK-Modelle werden alle zukünftigen Desiro-City-Züge im Prüf- und Validationscenter für Schienenfahrzeuge von Siemens in Wegberg-Wildenrath, Deutschland, getestet. Hier können die Züge genau auf die Betriebsbedingungen, wie sie auf der britischen Insel herrschen, getestet werden. Nach erfolgreichem Testbetrieb können die Züge nahtlos in den laufenden Fahrbetrieb im Bestimmungsland integriert werden.

Bildunterschrift:
Aufbauend auf den weltweiten Erfolg der Desiro-Züge hat Siemens Mobility mit dem Desiro City ein neues Plattform-Konzept für den S-Bahn-, Regional- und Interregionalverkehr in Großbritannien entwickelt. Die Leichtbauweise des Zuges und der Drehgestelle sowie eine intelligente Fahrzeugsteuerung reduzieren den gesamten Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent gegenüber den Vorgängermodellen. Siemens Mobility wird den Desiro City zukünftig im britischen Bahnmarkt anbieten.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222.000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR.

Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. „Complete mobility“ vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnelektrifizierung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr, schlüsselfertigen Systemen und zukunftsorientierte Servicekonzepte. www.siemens.com/mobility

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: I MO 200907.036 fp Desiro City
Media Relations: Katja Schmitt
Telefon: +49 9131 7-20645
E-Mail: katja.schmitt@siemens.com
Siemens AG
Industry Sector – Mobility Division
Werner-von-Siemens-Str. 67, 91052 Erlangen

Katja Schmitt | Siemens Mobility Division
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/index.php
http://www.siemens.com/mobility-bilder/Desiro-city
http://www.siemens.com/industry

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Effizient und intelligent: So können Drohnen die Zustellung von Gütern planen
12.07.2017 | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

nachricht Hyperloop: Hightech aus dem Nordwesten
10.07.2017 | Hochschule Emden/Leer

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie