Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens und DLR vereinbaren strategische Zusammenarbeit bei IT-Lösungen für Airport- Management-Systeme

11.11.2008
Die Siemens-Division Mobility und das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) haben eine strategische Zusammenarbeit im Bereich der IT-Lösungen für ein ganzheitliches Flughafenmanagement vereinbart.

Ziel ist, dass Ergebnisse aus der Grundlagenforschung des DLR schnell in die vorhandenen Produkte von Siemens einfließen. Mit verbesserten Technologien und Verfahren können die knappen Ressourcen an Flughäfen effizienter eingesetzt werden. Zusätzlich wird die Umweltbelastung verringert und die Pünktlichkeit des Luftverkehrs erhöht.

„Dem rasanten Wachstum des weltweiten Luftverkehrs kann nur durch die Entwicklung und Umsetzung neuer IT-Technologien und Verfahren zur Entlastung des Menschen, sowohl am Boden als auch an Bord der Flugzeuge begegnet werden. Hier nimmt das Institut für Flugführung des DLR in Braunschweig einen weltweiten Spitzenplatz ein. Wir freuen uns darauf, mit Siemens zusammenzuarbeiten und sind stolz, dass die Ergebnisse unserer Forschungsarbeit direkt in die Airportlogistik-Lösungen von Siemens einfließen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Dirk Kügler, Leiter des DLR-Instituts für Flugführung, Braunschweig.

„Airport-Management-Systeme sind geeignete Instrumente, um den Flughafenbetrieb flexibel an betriebswirtschaftliche Ziele anzupassen. Flughafenbetreiber können den gesamten Betrieb ständig analysieren und Maßnahmen zur Optimierung ergreifen. Um unsere erprobten Software-Lösungen in der Produktfamilie Siamos zur Flughafeninfrastruktur weiter zu vervollkommnen, sind wir überzeugt, mit dem DLR einen hervorragenden Partner gefunden zu haben, der jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Sektor einbringt“, sagte Josef Römgens, Leiter Logistics Software bei Siemens Mobility in Konstanz.

Siemens Mobility gründet zur Verstärkung des Engagements bei Airport-Management-Systemen ein Kompetenzzentrum am Standort Braunschweig, um der engen Zusammenarbeit mit dem DLR in den nächsten Jahren Rechnung zu tragen.

Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig.

In die Zusammenarbeit zwischen Siemens und dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt ist neben dem Institut für Flugführung in Braunschweig auch die DLR-Einrichtung Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln einbezogen.

Hintergrundinformation
Komfortablere Dienstleistungen für den Passagier, flexiblere Abstimmung mit den Fluglinien, zunehmende Umweltfragen und stetig steigende Anforderungen an die Sicherheit für Fracht und Fluggast – mit diesen Themen sind Flughafenbetreiber heute konfrontiert. Ein Flughafen muss sich ständig hinsichtlich seiner Gebühren, seines Kapitaleinsatzes und seiner operativen Leistungsfähigkeit mit Wettbewerbern messen lassen. Der Schlüssel zur kontinuierlichen Verbesserung der Kundendienstleistungen sowie zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung liegt für die Manager von Airports in der integrierten Steuerung und kontinuierlichen Verbesserung der zugrunde liegenden Prozesse.

Siemens bietet mit seinen IT-Lösungen für Flughäfen ein Instrumentarium, das die wesentlichen Kennwerte des Flughafenbetriebs der im Airport tätigen Organisationseinheiten überwacht, Prognosen erstellt und daraus Entscheidungshilfen ableitet. Die IT-Lösungen im Rahmen des Siemens Airport Management und Operating Systems (Siamos) schaffen die Möglichkeit, Abhängigkeiten der verschiedenen so genannten Key-Performance-Indikatoren (KPI) wie Verkehrspünktlichkeit, Verspätungssituation, Anlagenauslastung, Verfügbarkeit von Ressourcen oder Abfertigungsqualität in Echtzeit auszuwerten und zu analysieren. Sowohl Airportmanager als auch Systembetreuer erhalten eine vollständige und schlüssige Momentaufnahme der Flughafenprozesse, ohne den Überblick zu verlieren. So können beispielsweise Informationen über die Fahrweise einer Gepäckförderanlage, der Durchsatz des Cargo-Handlings oder Wartungsinformationen aus dem Flottenmanagement sowie Abfertigungsdaten und kaufmännische Kenngrößen integriert werden. Aber auch Systeme zur Energiewirtschaft, für Gebäudemanagement oder die Steuerung von Ankunfts-, Abflug- und Transfer-Bereichen können berücksichtigt werden. Durch die Verknüpfung der verschiedenen aber zusammenwirkenden Prozesse wird eine ganzheitliche Optimierung und damit ein effizienter Betrieb ermöglicht. Dabei werden Kostentreiber identifiziert und Erkenntnisse über Engpässe in der Infrastruktur gewonnen. Mit dieser neuen Transparenz komplexer Zusammenhänge ist Siamos ein Berater für die Betreiber. Im Endausbau können größere Zeitfenster simuliert und nach verschiedenen Betriebszuständen der Flughäfen, wie Durchsatz, Pünktlichkeit oder Energieverbrauch analysiert werden. So kann der Betreiber die mannigfaltigen Instanzen, die heute zum Betrieb eines Flughafens benötigt werden, effizient und ganzheitlich steuern.

Airport Management Systeme sind geeignete Instrumente, um den Flughafenbetrieb optimal und flexibel an betriebswirtschaftliche Ziele anzupassen. Das Bild zeigt den Leitstand im Siemens Airport Center.

Der Industry Sector (Erlangen) der Siemens AG ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Hardware- und Software-Technologien und umfassendem Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität und Effizienz seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility, Drive Technologies und Osram. Mit weltweit rund 209000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2007 einen Umsatz von etwa 40 Milliarden Euro (pro forma, unkonsolidiert). www.siemens.com/industry

Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. „Complete mobility“ vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnelektrifizierung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr und zukunftsorientierte Servicekonzepte. www.siemens.com/mobility

Kontakt

Siemens AG
Industry Sector / Mobility Division
Communications
Franz-Ferdinand Friese
Tel.: +49 (9131) 7-46032
mailto:franz.friese@siemens.com
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation
Andreas Schütz
Tel.: +49 2203 601-3249
E-Mail: andreas.schuetz@dlr.de

Franz-Ferdinand Friese | Siemens Industry Mobility
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.dlr.de
http://www.siemens.com/mobility-bilder/MO200810004

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Urbane Logistik der Zukunft
06.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Unfälle vermeiden und den Verkehrsfluss verbessern - Pilotanlage zum Automatisierten Fahren in Ulm
26.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie