Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sauber in Europas Städten unterwegs

31.01.2014
In einem Großprojekt mit RWTH-Beteiligung untersuchen Experten, welche Rolle Elektrobusse im ÖPNV der Zukunft spielen können.

Große Ziele, viele Mitstreiter und eine beachtliche Fördersumme sind die Merkmale von ZeEUS. Das Kürzel steht für Zero Emission Urban Bus Systems und überschreibt ein neues EU-Großprojekt:

In acht europäischen Städten werden insgesamt 40 Projektpartner Elektrobusse verschiedener Technologien testen. Das Projekt, an dem 40 europäische Partner beteiligt sind, wird von der Europäischen Union bis 2017 mit 13,5 Millionen Euro gefördert, um die Einführung von Elektrobussen zu unterstützen. Den Start markierte jetzt in Brüssel eine Kick-Off Veranstaltung des Projektkoordinators, dem Weltverband für Öffentliches Transportwesen (UITP - International Association of Public Transport).

Die RWTH Aachen ist innerhalb des ZeEUS-Projektes in zwei Bereichen maßgeblich beteiligt:

Einsatz in Münster
Das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) koordiniert die E-Bus-Demonstration in Münster. Dort soll beispielhaft eine komplette Buslinie elektrisch angetrieben werden. Diese wird sich aus fünf Elektrobussen und zwei Schnellladestationen jeweils an den Endhaltestellen zusammensetzen. Eine weitere Ladestation befindet sich im Busdepot. Mit einer einzigartigen Schnellladeleistung von bis zu 500 kW kann der Bus bereits nach vier bis sechs Minuten Ladedauer an den Endhaltestellen seine Fahrt fortsetzen. Durch diese hohe kW-Leistung und kurze Ladedauer bedeutet die Umstellung auf E-Busse keine Beeinträchtigung für die Fahrgäste.

Die innovative Kopplungstechnik von der Ladestation zum Bus stammt vom Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen (IFAS), einem weiteren Institut der RWTH Aachen.

Forschungsgruppe Batteriesystemtechnik
An der RWTH übernimmt die Forschungsgruppe „Elektrochemischen Energiewandlung und Speichersystemtechnik“ (ESS) die wissenschaftliche Begleitung des ZeEUS-Projekts. Sie ist die größte universitäre Arbeitsgruppe im Bereich der Batteriesystemtechnik in Deutschland – wo das Thema Elektrobusse zunehmend an Bedeutung gewinnt. ESS ist Teil des Instituts für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA).

Darüber hinaus unterstützt das ISEA die Evaluation und Analyse der insgesamt acht europäischen Demonstrationsprojekte. Die Forschungsergebnisse werden zum Projektende Mitte 2017 allen relevanten Interessensgruppen, wie zum Beispiel Herstellern von Bussen, Busbetreibern, Kommunen oder Politikern im Bereich Verkehr und Finanzen, zugänglich gemacht.

Kontakt:
Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe
Dipl.-Ing. Werner Rohlfs
Tel. 0241 80-99553
E-Mail: wro@isearwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften