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Riesen-Airbags schützen Hubschrauber bei Absturz

05.09.2008
Luftkissen dienen auch als Schwimmkörper im Wasser

Das US-Unternehmen Bell Helicopter Textron hat ein Notlandesystem für Helikopter zum Patent angemeldet. Das Konzept der Ingenieure sieht vor, den Hubschrauber mit großen Airbags auszustatten, die bei einem Absturz die Aufprallenergie abfangen sollen.

Sie wirken wie Polster, die den Aufschlag abmindern. Das Prinzip der Airbag-Landung ist bereits von Weltraumfahrzeugen der NASA bekannt. So wurde beispielsweise die Landung der Mars-Rover auf dem roten Planeten über Airbags abgefedert.

Das Notfallsystem ist beim Hubschrauber an dessen Unterseite angebracht. Das System besitzt zudem zwei Quellen aus denen Gas in die Luftkissen hineingepumpt wird. Sobald der Hubschrauber zu schnell an Höhe verliert und ein Aufprall am Boden droht, wird ein Notfallsystem aktiviert.

Die Airbags verfügen zudem über mindestens ein Ventil, über welches das Gas schließlich wieder entweichen kann, schreiben die Entwickler in ihrem Patentantrag. Schließlich sollen die Airbags lediglich die Aufprallenergie abfangen. Die Auslassventile verhindern, dass der Hubschrauber wieder zurück in die Luft geschleudert wird.

Die Realisierung eines Rundum-Schutzsystems - ähnlich wie beim Mars-Rover - ist für Hubschrauber kaum möglich und üblicherweise auch nicht notwendig. Unfälle mit Helikoptern passieren zum Großteil während Start und Landung. Zudem ist die Flughöhe meist nicht sonderlich hoch.

Die Ingenieure rund um Micheal Smith haben auch an den Fall einer Notwasserung gedacht. In dieser Situation kommt die zweite Gasquelle zum Einsatz. Die nach dem Aufprall über die Ventile geleerten Luftpolster werden über diese wieder aufgeblasen. Somit wird verhindert, dass der Helikopter im Wasser untergeht und die Besatzung im schlimmsten Fall ertrinkt.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.bellhelicopter.textron.com

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