Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Radfahren mit Hindernissen

05.09.2012
Das Wuppertal Institut entwickelt mit Förderung der Stiftung Mercator Strategien zum Ausbau des Radverkehrs unter schwierigen Rahmenbedingungen

Die Stadt Wuppertal ist ein Beispiel für eine in Deutschland typische Stadt- und Verkehrsentwicklung in den letzten Jahrzehnten: Nach einer starken Entwicklung des Autoverkehrs werden zunehmend wieder die Möglichkeiten des Zu-Fuß-Gehens und des Fahrradfahrens interessant.

Neben den ökologischen und sozialen Vorteilen gilt das Fahrrad bei immer mehr Menschen als Zeichen urbaner Lebensqualität. Dabei sind die Rahmenbedingungen für den Fahrradverkehr dem Anschein nach in Wuppertal äußerst schwierig: Die Tal-Achse der Stadt ist von einer autofreundlichen Infrastruktur geprägt, während die Höhenrücken nur über teils stark ansteigende Straßen erreichbar sind. Kommunale Fördermöglichkeiten sind aufgrund der kritischen Haushaltslage der Stadt stark eingeschränkt.

In diesem Monat beginnt das Wuppertal Institut mit einer Studie über Strategien zur Stärkung des Radverkehrs unter schwierigen Rahmenbedingungen. Das Forschungsprojekt wird dabei am Beispiel der Stadt Wuppertal mögliche Hemmnisse und Potenziale zur Förderung von Radverkehr analysieren und aufzeigen, wie diese Hemmnisse überwunden und Potenziale genutzt werden können. Die Stiftung Mercator fördert das Forschungsprojekt.

Dr. Lars Grotewold, Leiter des Clusters Klimawandel der Stiftung Mercator: "Um die Klimaschutzziele in Deutschland und auf EU-Ebene zu erreichen, ist es von großer Bedeutung, Konzepte für eine kohlenstoffarme Mobilität zu entwickeln. Ein Instrument hierfür sind Alternativen zum innerstädtischen Autoverkehr. Durch dieses Projekt wollen wir das Potenzial des Radverkehrs als eine mögliche Alternative aufzeigen."

In Zusammenarbeit mit den lokalen Entscheidungsträgern und Interessensvertretungen sollen an die Wuppertaler Rahmenbedingungen angepasste Strategien zur Förderung nicht-motorisierter Zweiradmobilität entwickelt werden. Ziel des Forschungsprojekts ist es, gemeinsam einen "Fahrplan" zu erstellen, an dem alle interessierten Akteure entsprechend ihrer Möglichkeiten zur Stärkung des Radverkehrs in Wuppertal beitragen.

Es ist zu vermuten, dass sich die Hemmnisse und Potenziale in vergleichbarer Form auch in anderen deutschen Städten wiederfinden. Die zu entwickelnden Ideen und Konzepte für Wuppertal werden daher auch auf Übertragbarkeit überprüft.
Gemeinsame Pressemitteilung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und der Stiftung Mercator

Ansprechpartnerin:
Dr.-Ing. Susanne Böhler-Baedeker
Stellv. Forschungsgruppenleiterin
Forschungsgruppe 2: Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik
Tel.: (+49) (0)202 2492-259
susanne.boehler@wupperinst.org

Pressekontakt:
Wuppertal Institut
Dorle Riechert
(Leiterin Öffentlichkeitsarbeit)
Tel. (+49) (0)202 2492 -180
dorle.riechert@wupperinst.org

Stiftung Mercator
Marisa Klasen
(Kommunikationsmanagerin)
Tel. (+49) (0) 201 245 22 53
marisa.klasen@stiftung-mercator.de

Dorle Riechert | idw
Weitere Informationen:
http://www.wupperinst.org
http://www.stiftung-mercator.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten
08.12.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?
24.11.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften