Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Parkleitsystem Sitraffic Guide - Integriert statt Stand-alone

17.06.2009
Integriert statt Stand-alone – Das neue Parkleitsystem Sitraffic Guide von Siemens als Komponente einer Verkehrsmanagementzentrale

Sitraffic Guide ist ein neuartiges, dynamisches Parkleitsystem von Siemens Mobility. Es ist nicht nur für den Zweck entwickelt worden, Autofahrer gezielt zu freien Parkplätzen innerhalb der Stadt zu leiten, sondern kann auch als integraler Bestandteil einer Verkehrsmanagementzentrale betrieben werden.


Damit können städtische Verkehrsstrategien umgesetzt werden, was ein Vorteil gegenüber herkömmlichen isolierten Parkleitsystemen ist. Sitraffic Guide lastet Parkflächen besser aus und trägt so dazu bei, die Verkehrs- und Umweltbelastung zu senken. Das erhöht letztlich die Attraktivität einer Stadt.

Bis zu 40 Prozent des innerstädtischen Verkehrs ist üblicherweise Parksuchverkehr. Zu Stoßzeiten kann der Anteil noch deutlich zunehmen und die Straßen verstopfen. Werden Informationen über freie Parkplätze bereits an strategischen Punkten der Stadt gegeben, reduziert sich dieser Suchverkehr beträchtlich. Dynamische Wegweiser im Straßenraum informieren Autofahrer über den aktuellen Belegungszustand der einzelnen Parkflächen und führen ihn auf kürzestem Wege zu seinem Parkziel.

Mit Sitraffic Guide stehen einem Anwender je nach Anforderung mehrere verschiedene Steuerungsalgorithmen zur Verfügung, um den Parksuchverkehr gezielt zu leiten. Die Steuerung kann auf Basis der aktuellen Belegungsdaten erfolgen. Die Parkleitschilder zeigen dann den aktuellen Wert der Restplätze je Parkhaus an. Die Lenkung kann aber auch auf Vorausberechnungen basieren: Parkleitschilder zeigen den voraussichtlichen Belegungswert an, unter Berücksichtigung der Reisezeit zwischen Parkschild und zugeordnetem Parkhaus und der tageszeitabhängigen historischen Belegungskurve. Eine weitere mögliche Strategie ist das Zusammenfassen von Parkzonen. Für die Anzeige dieser Belegungsdaten werden spezielle Parkleitschilder an strategisch günstigen Stellen innerhalb des Stadtgebietes platziert. Die Parkleitschilder zeigen den aktuellen Wert der Restplätze von mehreren Parkhäusern einer logisch zusammengehörigen Parkzone an. Als Notstrategie kann zudem die Steuerung auf Basis von Ersatzdaten durchgeführt werden. Die Parkleitschilder zeigen dann den Belegungswert auf Basis von historischen, tagesabhängigen und sich selbst einstellenden Werten an. Diese Steuerung tritt beispielsweise in Kraft, wenn die Kommunikation zu einem oder mehreren Parkhäusern unterbrochen ist.

Bisher wurden Parkleitsysteme überwiegend als isolierte Anlagen betrieben. Zunehmend besteht die Anforderung bei den Kommunen, derartige Systeme als Teilkomponente eines Verkehrs¬managementsystems zu betreiben. Sitraffic Guide ist eine leicht integrierbare Teilkomponente der Sitraffic-Systemfamilie von Siemens Mobility und kann schrittweise zu einem umfassenden Verkehrsmanagementsystem erweitert werden. Beispielsweise können Kommunen das System um weitere Module wie Verkehrsrechnerzentrale, Autobahn-Management, automatische Verkehrsvorfallerkennung oder Videoüberwachung ergänzen, um damit abgestimmte Strategien zu realisieren. Das Parkleiten wird so Teil einer ganzheitlichen Optimierung.

Sitraffic Guide hat eine graphische Benutzeroberfläche. Damit kann der Betreiber die gesamte Belegungs- und Auslastungssituation in übersichtlicher Form einsehen und, falls gewünscht, auch manuelle Eingriffe von zentraler Stelle vornehmen. So kann eine Reservierung von Stellplatzkontingenten definiert oder die Steuerung der Schilder entsprechend nach Öffnungszeiten angepasst werden. Des Weiteren gibt es Werkzeuge für statistische Auswertungen und für die Erstellung von Systemberichten. Für die Anbindung externer Systeme unterstützt Sitraffic Guide die standardisierte Systemschnittstelle OCPI (open content provider interface), um beispielsweise Parkhausbelegungsdaten an einen Webserver übertragen oder um Belegungsdaten von externen Parkhaussystemen importieren zu können.

Das Parkleitsystem erlaubt auch eine Erweiterung um Parkleitschilder. Neben einer numerischen Anzeige können text- oder graphikbasierte Anzeigen integriert werden. Aufgrund des modularen Aufbaus der Systemarchitektur kann Sitraffic Guide speziell an die Kundenanforderungen ausgerichtet werden. Mit dem Parkleitsystem von Siemens Mobility können Kommunen von kleineren bis mittelgroßen Parkleitszenarien ausgehend auch große sowie überregionale Parkleitprojekte realisieren.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222.000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR.

Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. „Complete mobility“ vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnelektrifizierung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr, schlüsselfertigen Systemen und zukunftsorientierte Servicekonzepte.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: I MO 200906.032 d fp

Franz-Ferdinand Friese | Siemens Mobility Division
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/industry
http://www.siemens.com/mobility-bilder/Sitraffic_Guide
http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/index.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Gemeinsam unterwegs: Straßeninfrastruktur für konventionelle und hochautomatisierte Fahrzeuge
07.08.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Effizient und intelligent: So können Drohnen die Zustellung von Gütern planen
12.07.2017 | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie