Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neueste Erkenntnisse zur Robotik-Logistik: Intuitive Roboterprogrammierung als Wegbereiter

16.10.2012
Pünktlich zum Deutschen Logistik-Kongress vom 17. bis 19. Oktober 2012 in Berlin: Bremer Logistikforscher legen neue Marktstudie "RoboScan’12" vor / Erkenntnisse zu Handlungs- und Investitionsbedarfen in der Logistikbranche mit dem Fokusthema "Intuitive Roboterprogrammierung"
Die global verteilte Produktion bedarf einer effizienten Logistik. Daher setzen Logistikunternehmen zunehmend auf den Einsatz von Robotern. Flexibel sollen sie sein, leicht zu integrieren und zu handhaben. Aber genau das suchen sie am Markt zumeist vergeblich. So belegt es die neue Marktstudie "RoboScan’12" des Bremer Instituts für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen.

Die Studie wurde gemeinsam mit ISEIC Pfeffermann Consulting erstellt, von der Kieserling Stiftung unterstützt und dem Medienpartner "Logistik für Unternehmen" (SpringerVDI-Verlag) begleitet. Zum 29. Deutschen Logistik-Kongress vom 17. bis 19. Oktober wird die Studie nun in Berlin veröffentlicht. Mit der aktuellen Studie setzt das BIBA seine 2007 begonnene und 2010 fortgeführte Reihe zur Untersuchung von Trends und Potenzialen in der Robotik-Logistik fort.
Flexibilität und Nutzerfreundlichkeit rücken zunehmend in den Vordergrund

Die Teilnehmer der Studie sehen die Adaptionsfähigkeit der Systeme an sich verändernde Rahmenbedingungen, die einfache Integration in den bestehenden Maschinenpark und die einfache Bedienung als wichtige Kriterien bei der Integration von Robotern an. "Eine Lösung bietet hier unter anderem die intuitive Roboterprogrammierung", sagt Dipl.-Ing. Moritz Rohde. Sie erfülle zwei der wichtigsten, von der Wirtschaft priorisierten Kriterien, meint der BIBA-Wissenschaftler: "Unter intuitiver Roboterprogrammierung verstehen wir die einfache Anpassung eines Robotersystems an sich ändernde Rahmenbedingungen durch nicht spezifisch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie können einem Robotersystem einfach mittels eines intuitiven Eingabeverfahrens neue Bewegungen vorgeben, und das System generiert den Maschinencode dann automatisch", erklärt er.

Gut vier Fünftel der Studienteilnehmer, für die diese neue Technik relevant ist, bescheinigen ihr einen "erhöhten bis extrem starken Einfluss" auf ihre Bereitschaft, Roboter einzusetzen. Darunter waren alle der befragten Logistikunternehmen. "Die Erkenntnisse aus der RoboScan-Befragung haben uns für unsere Forschungen auf diesem Gebiet weitere, sehr wertvolle Impulse geliefert", sagt Rohde. Die Wirtschaft baue inzwischen nicht nur auf Effizienz, sondern berücksichtige verstärkt die Anwender und die Arbeitsbedingungen im Unternehmen. "Die Nutzerfreundlichkeit rückt zunehmend in den Vordergrund – auch unter dem Fokus der Flexibilität von Systemen und des drohenden Fachkräftemangels", sagt Rohde. Dieser Trend sei inzwischen unverkennbar.

Die ganze Studie sowie den kostenlosen Kurzreport gibt es beim Deutschen Logistik-Kongress

In diesem Jahr hat der Deutsche Logistik-Kongress in Berlin das Motto "Exzellent vernetzt". Es ist die wichtigste jährlich ausgerichtete Logistikveranstaltung Europas mit einer inzwischen rund 200 Stände umfassenden Fachausstellung. Gleich zweifach ist das BIBA dort vertreten: am Stand des Forschungsverbundes LogDynamics der Universität Bremen (Pavillon, PV/22) und nebenan am Stand des Bremer Logistiknetzwerkes VIA Bremen (Pavillon, PV/04).

Einen beeindruckenden Beleg seiner Forschungen zur Logistik zeigt das Institut am LogDynamics-Stand. Hier finden die Kongress- und Ausstellungsbesucher das Modell eines Hafenterminals. Zu sehen sind dort selbststeuernde Autos im Umschlagsprozess von der Schiffsrampe bis zur Verladung auf den LKW. Während des gesamten Prozesses werden die Fahrzeuge mit RFID-Technik verfolgt und Ereignismeldungen an ein IT-System gesendet, vom dem aus Meldungen an die Partner in der Prozesskette verteilt werden. Der Demonstrator entstand in dem Projekt RAN (RFID-based Automotive Network). An beiden Kongressständen und über das Portal www.robotik-logistik.de sind die komplette "RoboScan"-Studie und – kostenlos – der Kurzreport zu erhalten.

Achtung Redaktionen:
Fotos finden Sie bis zum 30.10.2012 unter www.kontexta.de/Fotos_RoboScan12.zip oder erhalten sie über unten stehende Ansprechpartner und Sabine Nollmann (E-Mail: mail@kontexta.de; Mobil: 0170 904 11 67).

Ihre Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Thoben (Institutsleiter BIBA) und
Dipl.-Ing. Moritz Rohde (Logistikfabrik - Automatisierung in der Logistik, BIBA)
Telefon: 0421 218-50-138
E-Mail: roh@biba.uni-bremen.de

Sabine Nollmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.biba.uni-bremen.de/
http://www.studie.robotik-logistik.de/
http://www.bvl.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Lasersystem zur Rettung bei schweren Unfällen
29.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Autonomer Stadtbus: Sicher und zuverlässig unterwegs im Nahverkehr
28.11.2016 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie