Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobiler Mitfahrdienst »OpenRide« wird Open Source

31.05.2011
Fahrgemeinschaften werden immer beliebter. Sie ermöglichen nicht nur kostensparendes und umweltschonendes Reisen, sondern entlasten auch den Stadtverkehr.

Um diese Entwicklung voranzutreiben, gibt Fraunhofer FOKUS (Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme) den Quellcode seines innovativen mobilen Mitfahrsystems OpenRide frei. OpenRide ist damit die weltweit erste Software eines dynamischen Mitfahrdienstes (Dynamic Ridesharing), die unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht wurde. Dieser Schritt ermöglicht es Entwicklern und Anwendern, die Software kostenfrei zu verwenden, weiter zu entwickeln und für eigene Ideen und Geschäftsmodelle anzupassen.

Fahrgemeinschaften werden immer beliebter. Sie ermöglichen nicht nur kostensparendes und umweltschonendes Reisen, sondern entlasten auch den Stadtverkehr. Um diese Entwicklung voranzutreiben, gibt Fraunhofer FOKUS (Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme) den Quellcode seines innovativen mobilen Mitfahrsystems OpenRide frei. OpenRide ist damit die weltweit erste Software eines dynamischen Mitfahrdienstes (Dynamic Ridesharing), die unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht wurde. Dieser Schritt ermöglicht es Entwicklern und Anwendern, die Software kostenfrei zu verwenden, weiter zu entwickeln und für eigene Ideen und Geschäftsmodelle anzupassen.

Ab sofort kann jeder, ob Unternehmen, Stadt, Gemeinde, Event-Veranstalter, Entrepreneur oder Privatperson eine eigene Mitfahrzentrale für spontane Fahrgemeinschaften einrichten und an der Weiterentwicklung der Software mitwirken.

Mit OpenRide können Fahrer und Mitfahrer unterwegs vom Mobiltelefon aus spontan Mitfahrgelegenheiten einstellen oder suchen. Die OpenRide-Software berücksichtigt dabei nicht nur den Start- und Endpunkt einer Fahrtroute, sondern die gesamte Stecke und eventuelle Umwege. Dadurch können Mitfahrer auch unterwegs auf Teilstrecken mitgenommen werden. Das System kombiniert ortsbasierte und soziale Web-Dienste und wird über den Webbrowser genutzt. Damit ist OpenRide im Gegensatz zu anderen Ansätzen direkt auf allen gängigen Smartphones nutzbar. Auch Verkehrsteilnehmer, die mit ihrem Netbook oder Tablet-Computer unterwegs sind, können so per OpenRide eine Fahrgemeinschaft bilden.

“Von dem Schritt die OpenRide-Software als Open Source freizugeben, versprechen wir uns eine schnellere Verbreitung von mobilen Mitfahrgelegenheiten und die stärkere Kombination mit anderen Diensten“, sagt die technische Projektleiterin Anna Kress.

Die freie zugängliche Software sorgt dafür, dass sich Mitfahrdiensten unabhängig von eine einzelnen Softwareherstellers betreiben lassen. Bei Bedarf können sich verschiedene Mitfahrzentralen auch miteinander verbinden, um so von Mobilitätsinseln zu Mobilitätsnetzen zu kommen.

„OpenRide als freie Software – das bedeutet, dass Unternehmen, Entwickler und Anwender eigene Mitfahrdienste aufsetzen und die Software den eigenen Bedürfnissen entsprechend weiterentwickeln können. So werden neue Innovationen und neue Geschäftsmodelle entstehen und dem Mobilitätsmarkt neue Impulse liefern“, so Jan Ziesing vom Fraunhofer Institut FOKUS.

Jan Ziesing | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.sourceforge.net/projects/openride
http://www.open-ride.com
http://www.fokus.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Industrie 4.0 in der Logistik
24.01.2017 | Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

nachricht Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio
18.01.2017 | KTH Royal Institute of Technology Schweden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie