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Mehr Service zur Feriensaison: Frühgepäckspeicher am Flughafen Madrid in Betrieb

28.07.2009
Im Auftrag des spanischen Flughafenbetreibers Aeropuertos Españoles y Navegación Aérea (AENA) erweiterte die Siemens-Division Mobility die Gepäckförderanlage am Terminal 4 des Flughafens Madrid-Barajas (MAD).

Drei Frühgepäckspeicher (Early Bag Store - EBS) für insgesamt 7400 Gepäckstücke wurden in die bestehende Siemens-Anlage integriert und haben den Betrieb aufgenommen.

Flugpassagiere erwarten heute ein hohes Maß an Komfort und Service. Sie möchten durch frühzeitiges Einchecken langes Schlangestehen vermeiden, die freie Zeit für Einkäufe oder eine Besichtigungstour nutzen. Während dieser Zeit wird das bereits eingecheckte Gepäck in so genannten Frühgepäckspeichern gewissermaßen geparkt, auch wenn noch nicht alle Abflugdaten feststehen.

Das EBS stellt sicher, dass die Koffer trotz der längeren Verweildauer im Gepäckfördersystem zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Ausreichend dimensionierte Frühgepäckspeicher als integrierter Teil der gesamten Gepäckförderanlage erleichtern dem Flughafenbetreiber das Transportieren und Sortieren von frühzeitig eingecheckten Koffern erheblich. Automatisierte EBS-Systeme, die nun in Barajas errichtet wurden, sind an vielen Flughäfen der Welt noch nicht gängige Praxis.

Das Frühgepäck kann in Madrid-Barajas wie üblich an einem der 172 Check-in-Schalter des Terminals 4 aufgegeben werden und wird automatisch dem EBS der Gepäckförderanlage zugeführt. In den EBS-Anlagen, die eine Kapazität von 7400 Plätzen haben, wird das Gepäck auf Förderbandabschnitten zwischengelagert. Ist das Abfluggate bekannt, werden die zuvor aufgegebenen Gepäckstücke von der Materialfluss-Steuerung automatisch in die Sortieranlage eingespeist und zu einer der 142 Abflugstationen befördert.

Die Ergänzung der Frühgepäckspeicher ist der vorläufige Endpunkt des Ausbauprojekts der im Frühjahr 2006 in Betrieb genommenen Siemens-Gepäckförderanlage am Flughafen Madrid-Barajas. Dazu hatte der Flughafenbetreiber AENA verschiedene Hard- und Software-Erweiterungen bei Siemens in Auftrag gegeben. Zum Projektumfang gehörten auch der Umbau von Trafostationen, die Lieferung von Sprinkleranlagen und Überwachungskameras sowie zahlreiche bauliche Veränderungen. Das Auftragsvolumen des gesamten Erweiterungsprojekts betrug mehr als 100 Millionen Euro.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222.000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR.

Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. „Complete mobility“ vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnelektrifizierung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr, schlüsselfertigen Systemen und zukunftsorientierte Servicekonzepte.

Siemens AG
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Franz-Ferdinand Friese | Siemens Industry
Weitere Informationen:
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http://www.siemens.com/industry
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