Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konsortium rund um FH Frankfurt erforscht innovative Intralogistik-Lösung am Flughafen Frankfurt

09.12.2013
Forschungsprojekt „FluidSim“ wird im Rahmen des LOEWE-Programms gefördert

Parallel zum Wachstum des Marktes steigen die Ansprüche an die Logistik-, Produktions-, Lager- und Materialflussprozesse von Unternehmen: Anlass für das Start-up-Unternehmen benjamin GmbH, das Konzept der „Fluiden Logistik“ zu entwickeln.

Das daraus abgeleitete Forschungsprojekt „FluidSim – Simulation innovativer Fördertechnik“ ist jetzt in die Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben (Modul B) des LOEWE-Programms des Landes Hessen aufgenommen worden. Die Technologie der Fluiden Logistik ist eine intralogistische Lösung, die eine Vielzahl von Gütern vollautomatisch und frei von Schienen im Verbund sowie individuell im Raum beliebig bewegt.

Unter Konsortialführung der Fachhochschule Frankfurt wird eine Objektbibliothek für Simulationsprogramme entwickelt. Die Leistungsfähigkeit der Fluiden Logistik wird exemplarisch an einem Teil der Gepäckförderanlage des Frankfurter Flughafens virtuell simuliert.

Projektpartner sind die benjamin Systems GmbH, die SimPlan AG, die Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie die Fraport AG. Das auf zwei Module ausgelegte Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Rund 325.000 Euro aus dem LOEWE-Programm (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) fließen in das erste Modul. Das gesamte Projektvolumen (Modul 1 und 2) beträgt knapp eine Million Euro.

„Mit ‚FluidSim‘ zeigen wir die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Fluiden Logistik in Transport-, Lager-, Umschlags- und Produktionsbereichen und stellen dem Intralogistik-Markt einen Simulationsbaustein für bereits heute verwendete Simulationssoftware zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Professor für Produktionsmanagement und Logistik der FH Frankfurt und Konsortialführer des Forschungsprojekts.

Fraport stellt die Anwendungsdaten für die Simulation eines Teils der Gepäckförderanlage bereit. „Die Fluide Logistik ist eine hoch innovative, zukunftsträchtige Technologie. Die Fraport AG legt besonderen Wert darauf, solche innovativen Ansätze zu verfolgen und Forschungsprojekte durch unsere Mitwirkung zu unterstützen“, sagt Alexander Laukenmann, Leiter Unternehmensentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit der Fraport AG. Wissenschaftler/-innen der FH Frankfurt und der Goethe-Universität Frankfurt prüfen die Steuerungsalgorithmen und entwickeln diese weiter. „Aktuell wird ein früh abgegebener Koffer bis zur Verladung ins Flugzeug andauernd bewegt. Mittels der Fluiden Logistik würde der Koffer zukünftig auf einer Fläche gegenüber heutiger Technik stark verdichtet ‚geparkt‘ und nur im Bedarfsfall über die Steuerungssoftware bewegt werden. Mit dieser Lösung wird Platz und Energie gespart“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke. Im Rahmen des Projekts wollen die Wissenschaftler(innen) testen, ob die Algorithmen beispielsweise 5.000 Koffer gleichzeitig bewältigen können und welche Fläche dazu benötigt wird.

Die benjamin Systems GmbH will diesen Algorithmus in die Steuerungssoftware der Fluiden Logistik implementieren und die Steuerungssoftware mit einer Simulationssoftware verbinden. Die für die Simulationssoftware notwendige Objektbibliothek „FluidSim“ wird im Rahmen des Projekts von der SimPlan AG entwickelt und kann zu einem späteren Zeitpunkt in unterschiedlichen Simulationsprogrammen angewendet werden. Unternehmen, die vor der Entscheidung stehen, neue Logistiklösungen einzuführen, können über die Simulationssoftware so auch die Umsetzung der „Fluiden Logistik“ testen.

Das Forschungsprojekt wird ab April 2014 im Gebäude des House of Logistics & Mobility (HOLM) untergebracht sein. Das HOLM in unmittelbarer Nachbarschaft des Frankfurter Flughafens ist eine neutrale Kooperationsplattform für gemeinsame Forschungs- und Weiterbildungsaktivitäten von Institutionen und Unternehmen, die in den Bereichen Logistik und Mobilität tätig sind.

Näheres zum HOLM: http://www.frankfurt-holm.de

Das Projekt „FluidSim“ (HA-Projekt-Nr.: 405/13-44) wird im Rahmen von Hessen ModellProjekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert.

Weiter Infos: http://www.innovationsfoerderung-hessen.de

Kontakt: FH FFM, Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht, Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Telefon: 069/1533-3870, E-Mail: schocke@fb3.fh-frankfurt.de

Nicola Veith | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovationsfoerderung-hessen.de
http://www.frankfurt-holm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE