Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligenter verpacken, weniger fahren

13.07.2010
Fraunhofer IML entwickelte neue Software UNIT repac – Optimierte Verpackungen reduzieren Lkw-Transporte

Weniger verschiedene Verpackungen verwenden und dennoch den Frachtraum beim Transport um 25 Prozent besser ausnutzen? Das Einsparpotenzial wäre enorm, nebenbei ließe sich durch eingesparte Lkw-Fahrten die Umwelt schützen. Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund hat hierzu eine neue Software entwickelt, deren Ergebnisse sich sehen lassen können.

Die Auswahl eines optimalen Verpackungsspektrums ist durch einen Zielkonflikt geprägt: Einer erhöhten Volumenausnutzung durch eine große Verpackungsvielfalt stehen erhöhte Beschaffungs-, Lager- und Kapitalbindungskosten sowie eine erhöhte Komplexität gegenüber. Die Frage nach einer ganzheitlichen Optimierung von Verpackungsspektren mit der richtigen Anzahl und den richtigen Abmessungen beantwortet nun das vom Fraunhofer IML entwickelte Tool UNIT repac (reduced packaging assortment costs).

Ausgehend von einem Satz bereits existierender Verpackungen berechnet das Programm zufällig erzeugte neue Muster und wählt anhand einer Kostenfunktion die wirtschaftlichsten Verpackungen aus. Durch vielfache Wiederholung dieser Rechenschritte nähert sich die Lösung Schritt für Schritt dem gesuchten Optimum an. Der Vorteil dieser Methode liegt auf der Hand: Kombiniert man die Rechenleistung heutiger Computer geschickt mit einer Rechenvorschrift, die sich auch Zufallselemente zunutze macht, so lassen sich beeindruckende Verbesserungen erzielen. Das zentrale Steuerinstrument, die Kostenfunktion, lässt sich leicht an die individuellen Strukturen und Abläufe eines Betriebes anpassen, sodass das Verpackungsspektrum jedes beliebigen Unternehmens optimiert werden kann.

Genau das ist die Zielsetzung von UNIT repac: Durch die Optimierung der Verpackungen wird sowohl eine Reduzierung der Variantenvielfalt als auch eine Erhöhung des Volumennutzungsgrades erreicht. Einsparungen im Bereich der verpackungsabhängigen Logistikkosten sind die Folge.

Anhand realer Daten ließen sich diese Ergebnisse bestätigen. Der Volumennutzungsgrad eines Spektrums mit 20 Verpackungsvarianten konnte allein durch die Anpassung der Verpackungsabmessungen von 33 Prozent auf 53 Prozent gesteigert werden. Selbst bei einer Verringerung auf 15 Varianten ließ sich der Nutzungsgrad noch auf 48 Prozent verbessern. Diese Ergebnisse führten dazu, dass die Anzahl der erforderlichen Lkw-Fahrten um mehr als ein Viertel reduziert werden konnte.(MK/RFN)

Stefan Schmidt | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.repac.iml.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Hubschrauberflüge unter Extrembedingungen simulieren
27.12.2016 | Technische Universität München

nachricht HS Trier stellt neues Elektrofahrzeug für Nahverkehr vor – Weltneuheit im Bereich Mobilität
23.12.2016 | Hochschule Trier

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie