Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Flugzeugform spart bis zu 25 Prozent Treibstoff

04.08.2008
Spedition fördert treibstoffsparende Flugzeugtechnologien

Die innovative Flugzeugform des Nurflügel-Flugzeugs "Blended Wing Body" wird nach Schätzungen des Forschungsleiters Werner Granzeier von der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Treibstoffeinsparungen bis zu 25 Prozent mit sich bringen. Das weltweit tätige Transport-Logistik-Unternehmen cargo-partner unterstützt dieses Forschungsprojekt im Bereich des Flugzeugbaus.

Mit der Förderung können zum Beispiel weitere Prototypen und Modelle eines solchen Fluggeräts hergestellt werden", so Ferdinand Koch von Geschäftsführer von Environmental cargo-partners im pressetext-Interview. Als klassisches Speditionsunternehmen sei es eine Notwendigkeit etwas gegen die globale Erwärmung zu tun. "Um die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren - wir sprechen von Vorgaben einer 80-prozentigen Reduktion - müssen neue Technologien gefunden werden", ist Koch überzeugt. Das Nur-Flügel-Flugzeug mit dem Arbeitstitel "AC 20.30" (Aircraft 2030) verspreche, bezogen auf den spezifischen Treibstoffverbrauch, Reduktionen von bis zu einem Viertel.

"Um solche Ideen in die Realität umzusetzen, sind gewaltige Kosten erforderlich", meint Koch. Allein die Entwicklung eines neuen Triebwerks verschlinge mehr als eine Mrd. Dollar. Hinsichtlich der neuen Treibstoffe setze man auf Brennstoffzellen-Technologien. "Ebenfalls Geld fließt in die Projektvision eines mehrstufigen offenen Rotors", so Koch. Auch hier steht die Reduktion des Treibstoffverbrauchs im Mittelpunkt. Beim mehrstufigen offenen Rotor ist im Vergleich zum Turbofan die Fanstufe nicht eingeschlossen, sondern von der Turbostufe getrennt. "Im absoluten Treibstoffverbrauch verbrauchen diese Motoren deutlich weniger", so Koch. Ein Problem bereitet hier in erster Linie die relativ große Lautstärke beim Start.

Im Kurz- und Mittelstrecken-Passagierflugzeug-Segment feiern diese Motoren seit Jahren Erfolge. "Überlegenswert wäre auch ein größeres Langstreckenflugzeug", meint Koch. Die Geschwindigkeit solcher Flugzeuge beträgt zwischen 500 und

600 km/h.

"Studierende werden von cargo-partner angeregt, freie Ideen und unkonventionelle Verbesserungsvorschlägen zu entwickeln. Die Resultate werden dann auf der Basis vorhandener Fakten begutachtet und beurteilt", so Koch. Innovative Verbesserungen an bestehenden Konzepten für offene Rotorpusher, so genannten Turboprops, sollen ebenfalls bis zu 25 Prozent des Treibstoffverbrauchs reduzieren.

"Die Förderung der Entwicklung umweltschonender Flugzeugtechnik bedeutet für die Luftfahrt und damit für die gesamte Transportwirtschaft die einzige nachhaltige Möglichkeit, dem Global Warming entgegenzusteuern", meint Stefan Krauter, Eigentümer der cargo-partner-Gruppe. Als international tätiges Speditionsunternehmen mit Geschäftsschwerpunkt in der Luftfracht ist das Unternehmen deshalb an zukunftsträchtigen Projekten wie der Blended Wing Body und die Turboprops interessiert.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.haw-hamburg.de
http://www.cargo-partner.com
http://www.environmental-cargo-partners.org

Weitere Berichte zu: Flugzeugform Reduktion Treibstoff Treibstoffverbrauch Turboprops

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise