Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IMO erteilt Siemens das „Final Approval“ für Ballastwasserbehandlungsanlage

02.03.2012
Schätzungsweise über 50.000 Schiffe müssen aufgrund neuer Vorschrift nachgerüstet werden

Der Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat Siemens mit dem "Final Approval" die endgültige Zulassung für das Sicure-System zur Behandlung von Ballastwasser erteilt. Die Zulassung geht auf eine Richtlinie der IMO als Sonderorganisation der Vereinten Nationen zurück, nach der zukünftig alle hochseetauglichen Schiffe über IMO-zertifizierte Anlagen zur Behandlung ihres Ballastwassers verfügen müssen. Ziel ist es, die Ausbreitung nicht-heimischer Organismen durch unbehandeltes Ballastwasser zu verhindern. Die IMO-Vorschrift soll in naher Zukunft in Kraft treten und wird eine Nachrüstung bei weltweit schätzungsweise über 50.000 Schiffen nach sich ziehen.


Die Siemens-Division Industry Automation hat für Sicure bereits 2010 die erste Zulassung "Basic Approval" im zweistufigen Zertifizierungsprozess der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation erhalten. Mit dem "Final Approval" bestätigt die IMO die Umweltverträglichkeit und Einhaltung der Sicherheitsstandards des neuen Ballastwassersystems von Siemens. Sicure ist eine Weiterentwicklung des seit 35 Jahren erfolgreich zur Behandlung von Meerwasserkühlkreisläufen eingesetzten Chloropac-Systems. Das Elektrolyseverfahren produziert Hypochlorit aus dem im Meerwasser befindlichen Salz.

Das Sicure-System kombiniert eine Filtrationsstufe mit einem nachfolgenden Elektrolyseschritt und einer Dosiereinheit, die die Einleitung des Hypochlorits präzise regelt. Die Elektrolyse erfolgt dabei im Seitenstrom zur Hauptballastwasserleitung. Nur rund ein Prozent des zu behandelnden Ballastwassers wird durch die Elektrolysezellen der Anlage geleitet. So werden nur kleine Anlagenkomponenten benötigt, die sich flexibel in bestehende Schiffe integrieren lassen. Ein zentraler Vorteil ist zudem, dass sich das Sicure-System nicht nur zur Ballastwasserbehandlung, sondern auch zur Behandlung der Kühlwasserkreisläufe an Bord nutzen lässt. Da Ballastvorgänge im Lebenszyklus eines Schiffes lediglich einen geringen Teil einnehmen, bleiben alternative Ballastwassersysteme mehr als 95 Prozent der Zeit ungenutzt. Sicure kann hingegen durchgehend eingesetzt werden und macht ein zusätzliches System zur Behandlung des Kühlwassers überflüssig. Das Siemens-System ist besonders für Schiffe mit einer Größe ab 35.000 Bruttoregistertonnen geeignet.

Wasseraufbereitungsanlagen sind ein bedeutender Teil des Siemens-Produktangebots für die Bereiche Schifffahrt und Meerestechnik. Siemens ist auch auf die Planung, Herstellung und Inbetriebnahme insbesondere elektrischer Schiffsantriebsanlagen für alle Arten von Handelsschiffen, Marineschiffen und Unterseebooten weltweit spezialisiert.

Weitere Informationen über Lösungen zur Wasseraufbereitung finden Sie unter:
http://www.siemens.com/sicure
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter innovativer und umweltfreundlicher Produkte und Lösungen für Industrieunternehmen. Mit durchgängiger Automatisierungstechnik und Industriesoftware, fundierter Branchenexpertise und technologiebasiertem Service steigert der Sektor die Produktivität, Effizienz und die Flexibilität seiner Kunden. Der Sektor Industry hat weltweit mehr als 100.000 Beschäftigte und umfasst die Divisionen Industry Automation, Drive Technologies und Customer Services sowie die Business Unit Metals Technologies. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industry

Die Siemens-Division Industry Automation (Nürnberg) unterstützt mit seiner einzigartigen Kombination von Automatisierungstechnik, industrieller Schalttechnik und Industriesoftware die komplette Wertschöpfungskette seiner Industriekunden – vom Produktdesign über Produktion bis zum Service. Mit ihren Software-Lösungen kann die Division die Zeit zur Markteinführung neuer Produkte um bis zu 50 Prozent senken. Industry Automation setzt sich aus den fünf Business Units Industrial Automation Systems, Control Components and Systems Engineering, Sensor and Communications, Siemens PLM Software und Water Technologies zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industryautomation

SiCURE und Chloropac sind Handelsmarken von Siemens bzw. seiner Beteiligungsgesellschaften in einigen Ländern.

Reference Number: IIA2012032819d

Ansprechpartner
Herr Peter Jefimiec
Division Industry Automation
Siemens AG
Gleiwitzerstr. 555
90475 Nürnberg
Tel: +49 (911) 895-7975
peter.jefimiec@siemens.com

Peter Jefimiec | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/water

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen