Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HPA und Universität Hamburg entwickeln Nautische Zentrale der Zukunft

21.12.2010
In den letzten drei Jahren hat sich die Anzahl der Großschiffe mit über 330 m Länge im Hamburger Hafen verdoppelt. Damit die Mitarbeiter/innen der Nautischen Zentrale, der Verkehrsleitstelle des Hamburger Hafens, darauf angemessen reagieren können, haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg, das Hamburger Informatik Technologie-Center (HITeC) e. V. und die Hamburg Port Authority (HPA) das Projekt AHOI (Arbeitsgerechte Neugestaltung der Nautischen Zentrale des Hamburger Hafens und innovative Mensch-Modell-Interaktion) durchgeführt. Die Projektleitung lag bei Prof. Dr. Horst Oberquelle und Jun.-Prof. Dr.-Ing. Steffi Beckhaus.

Vier Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Hamburg analysierten in Zusammenarbeit mit dem Hafenkapitän Jörg Pollmann und vier nautischen bzw. technischen Beschäftigten der HPA die Arbeitsabläufe und erarbeiteten Verbesserungsvorschläge. Zusätzlich entwarf die Arbeitsgruppe Zukunftsszenarien für eine mögliche Gestaltung der Räumlichkeiten und der Arbeitsprozesse in der Verkehrsleitstelle im Hamburger Hafen.

Eine Aufgabe war beispielsweise eine übersichtlichere Darstellung unterschiedlicher Informationen auf Monitoren, damit Mitwirkende umgehend die wichtigsten Meldungen herausfiltern können. Denkbar wäre eine interaktive Videowand für den Leitstand, auf der der ganze Hamburger Hafen und Schiffsbewegungen in großem Maßstab zu sehen sind. Zusätzliche Informationen könnten bei Bedarf dort eingeblendet werden.

Darüber hinaus entwickelten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die technischen und IT-Systeme der Nautischen Zentrale weiter. Wechselseitige Sichtbarkeit, akustische Ungestörtheit und die Anordnung der IT-Unterstützung müssen optimiert werden. Auf Grundlage von AHOI wird die HPA konkrete Entwicklungsvorhaben für die zukünftige Nautische Zentrale erarbeiten.

... mehr zu:
»Verkehrsleitstelle

Der Auftrag entstand über den Alumni-Verein Hamburger Informatik-Forum e. V. der Universität Hamburg, in dem der HPA-Geschäftsführer Jens Meier als Diplom-Informatiker Mitglied ist. Methoden und Ergebnisse der Informatik wollte er für die Zukunft des Hamburger Hafens nutzbar machen.

„Mit dem Projekt legen wir eine Analyse der aktuellen Arbeitsabläufe und ein gemeinsam mit den Nautikern erarbeitetes Zukunftskonzept unter Berücksichtigung der räumlichen Verhältnisse und der vorhandenen Systeme vor, das der Nautischen Zentrale den Weg in die Zukunft weisen soll. Das anspruchsvolle Anwendungsfeld war eine große Herausforderung für die Kommunikation, Methodenentwicklung und phantasievolle Techniknutzung, die engagiert gemeinsam gemeistert wurde. So kann Technologietransfer zwischen Universität und Partnern in der Stadt gelingen“, so Projektleiterin Jun.-Prof. Steffi Beckhaus.

„Die HPA und die Universität Hamburg haben bei der Entwicklung der Verkehrszentrale des Hamburger Hafens erfolgreich kooperiert. Auf diese Weise kann sich der Hafen den Herausforderungen der Zukunft stellen“, so Hafenkapitän Jörg Pollmann.

Für Rückfragen:

Universität Hamburg
Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Fachbereich Informatik
Jun.-Prof. Dr. Steffi Beckhaus
Tel.: 040/42883-2427
E-Mail: steffi.beckhaus@uni-hamburg.de
Hamburg Port Authority AöR
Alexander Schwertner
Pressesprecher
Tel.: 040/42847-2301
Fax: 040/42847-2325
E-Mail: alexander.schwertner@hpa.hamburg.de

Birgit Kruse | idw
Weitere Informationen:
http://www.hamburg-port-authority.de
http://www.uni-hamburg.de

Weitere Berichte zu: Verkehrsleitstelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?
08.12.2016 | Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie

nachricht Entlastung im Güterfernverkehr
08.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie