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Helmholtz-Gemeinschaft baut wissenschaftliches Sicherheitsforum auf

15.05.2012
Gezielte terroristische oder kriminelle Anschläge, technische Unfälle oder verheerende Naturkatastrophen können die öffentliche Sicherheit stark gefährden und wichtige Versorgungsinfrastrukturen beeinträchtigen.

Energie- und Verkehrsnetze sowie Internet und Telekommunikation sind als zentrale Lebensnerven unserer Gesellschaft besonders verwundbar gegen Ausfälle. Darüber hinaus erfordern gesellschaftliche Veränderungen wie beispielsweise die Kommunikation über soziale Netzwerke im Internet die Weiterentwicklung von Sicherheitskonzepten und des Krisenmanagements im zivilen Bereich.

Mit dem Portfoliothema „Sicherheitsforschung“ strebt die Helmholtz-Gemeinschaft den Aufbau eines zentralen Wissenschaftssicherheitsforums mit dem Schwerpunkt „Schutz kritischer Infrastrukturen“ an. Das Portfoliothema wird bis 2016 mit 7,6 Millionen Euro gefördert.

„Das Thema Sicherheit ist zu einer großen globalen Herausforderung geworden, der wir mit ausgewiesener Expertise auf dem Gebiet der Sicherheitsforschung begegnen müssen“, sagte Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Ausgewählte Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft bringen für dieses Zukunftsthema exzellente Voraussetzungen mit. Beispielsweise in den Bereichen Katastrophen- und Verkehrsmanagement, IT-Sicherheit sowie im Krisenmanagement von Großereignissen.“

Die beteiligten Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft – namentlich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Forschungszentrum Jülich und das Karlsruher Institut für Technologie – bringen neben ihrer ausgewiesenen Expertise auf dem Gebiet der Sicherheitsforschung weitere Fähigkeiten ein:

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt baut auf Kompetenzen aus den Gebieten Großereignis- und Katastrophenmanagement, Management von Verkehrsströmen und Verkehrsknoten sowie Entwicklung von Sensoren und Plattformen.

Das Forschungszentrum Jülich kann mit Methoden des Supercomputing zuverlässige Prognosen erstellen, die Entscheidungsträger im Krisenfall unterstützen.

Das Karlsruher Institut für Technologie besitzt wesentliche Kernkompetenzen im Bereich der Entscheidungsunterstützung bei der Bewältigung von Großschadenslagen, des Datenschutzes und der IT-Sicherheit.

Die enge Vernetzung der beteiligten Zentren deckt ein breites Spektrum der Sicherheit kritischer Infrastrukturen und des Krisen- und Katastrophenmanagements ab. Mit dem Wissenschaftssicherheitsforum soll langfristig eine zentrale Anlaufstelle etabliert werden, die im Ereignisfall Entscheidungsträgern geeignete Krisenreaktionsmaßnahmen empfiehlt sowie Bevölkerung, Medien und Politik mit wissenschaftlichen Hintergrundinformationen, Analysen und Bewertungen versorgen kann.

Beteiligte Helmholtz-Zentren:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Forschungszentrum Jülich
Karlsruher Institut für Technologie
Koordinierender Sprecher: Dr. Dennis Göge, DLR
Zum Hintergrund: Der Portfolioprozess in der Helmholtz-Gemeinschaft
Die Bundesregierung hat den Forschungsorganisationen im Pakt für Forschung und Innovation einen jährlichen Aufwuchs zugestanden, um Zukunftsthemen aufzugreifen, den Nachwuchs zu fördern und das Wissenschaftssystem in Deutschland noch leistungsfähiger zu machen. Aus einem Teil dieses Aufwuchses fördert die Helmholtz-Gemeinschaft nun eine Reihe von Portfolio-Themen, die Expertinnen und Experten aus allen Helmholtz-Zentren in einem groß angelegten Prozess als besonders zukunftsträchtig identifiziert hatten. Von dieser Förderung profitieren auch die universitä¬ren Forschungspartner. Ab der nächsten Förderperiode werden die Portfolio-Themen als Teil der Forschungsprogramme weitergeführt.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
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