Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemischtes Doppel: E-Mobile erobern Fuhrpark

20.12.2012
Die elektromobile Zukunft stellt besondere Anforderungen an das Management von Fahrzeugflotten.

Insbesondere gemischte Flotten aus Benzin-, Diesel- sowie Elektrofahrzeugen erfordern ein Flotten- und Lademanagement, das dem jeweiligen Antriebskonzept gerecht wird. Lösungen für diese Herausforderung erarbeitet das Fraunhofer IAO gemeinsam mit fünf Industriepartnern im Projektvorhaben »eFlotte«.

Um Elektrofahrzeuge flächendeckend auf die Straße zu bringen, müssen diese ein fester Bestandteil von Fahrzeugflotten werden. Diesem Ziel stehen allerdings noch einige Hindernisse im Weg: Die E-Mobile verfügen nur über begrenzte Reichweiten und müssen immer wieder neu aufgeladen werden.

Das Management einer E-Flotte unterscheidet sich daher wesentlich von konventionellen Fahrzeugflotten. Dieser Herausforderung hat sich das Projektkonsortium im Rahmen des Projekts »eFlotten- und Lademanagement (eFlotte)« angenommen.

Das im Oktober 2012 gestartete Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,3 Millionen Euro gefördert und ist Teil des Spitzenclusters »Elektromobilität Süd-West«. Ziel des auf drei Jahre angelegten Projektvorhabens ist die Erforschung, Konzipierung und testweise Umsetzung von Verfahren und Softwarelösungen zum Management von E-Fahrzeug-Flotten und der dazugehörigen Ladeinfrastruktur. Im Fokus stehen dabei gemischte Flotten aus Benzin/Diesel- sowie Elektrofahrzeugen in den Anwendungsfeldern »Personenverkehr«, »Güterverkehr« sowie »Service-Dienstleister«.

Unter der wissenschaftlichen Leitung des Fraunhofer IAO erarbeiten die Projektpartner Ametras Rentconcept GmbH, Daimler FleetBoard GmbH, Frosys GmbH, Infoman AG und die PTV AG ein Flotten- und Lademanagement, das die Vor- und Nachteile des jeweiligen Antriebskonzepts berücksichtigt und die Fahrzeuge sowie Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht disponiert. Dabei werden die bisher getrennt betrachteten Disziplinen Flotten- und Lademanagement zusammengeführt und somit die Grundlage für ein effizientes Management gemischter Fuhrparks aus konventionellen und alternativen Antriebskonzepten geschaffen.

Für die Projektarbeit stellt das Fraunhofer IAO die ideale Forschungsumgebung zur Verfügung: »Wir können den institutseigenen Elektro-Fuhrpark dazu nutzen, die im Projekt entwickelten Forschungsergebnisse direkt unter Realbedingungen zu testen. Die 30 in unserem Parkhaus installierten Ladestationen werden an eine Leitwarte angeschlossen und können so in Echtzeit gesteuert werden«, so Hannes Rose, Leiter des Competence Teams »Urban Mobility« am Fraunhofer IAO. Sein Team übernimmt im Rahmen des Projekts die Entwicklung und Optimierung von Algorithmen für ein integriertes Flotten- und Lademanagement.

Weiterhin ist geplant, einen Demonstrator für den Testbetrieb des Flotten- und Lademanagements am Fraunhofer IAO aufzubauen. So können die Projektpartner ihre erforschten Ansätze live testen und evaluieren.

Spitzencluster »Elektromobilität Süd-West«

Das Projekt »eFlotte« ist Teil des Spitzenclusters »Elektromobilität Süd-West«, der mit rund 80 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft als einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität gilt. Für die optimale Vernetzung der verschiedenen Clusterpartner aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Energietechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie dem Querschnittsfeld Produktionstechnologie sorgt die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie (e-mobil BW GmbH), die als Clustermanagement alle Aktivitäten koordiniert. Das Spitzencluster wird vom BMBF im Rahmen der High-Tech Strategie der Bundesregierung über einen Zeitraum von fünf Jahren mit 40 Mio. Euro gefördert. Ziel der Spitzenclusterförderung ist es, regionale Potenziale entlang der gesamten Innovations- und Wertschöpfungskette zu bündeln, damit Ideen und Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung schneller in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

Ansprechpartner:
Hannes Rose
Urban Mobility Fraunhofer IAO
Telefon +49 711 970-2092
E-Mail hannes.rose@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Intelligente Planung und Steuerung für mehr Effektivität und Effizienz bei Autoumschlag in Häfen
14.09.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Umweltfreundliches Segway toppt Rad und Auto bei kurzen Strecken
08.09.2017 | Hochschule Heilbronn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie