Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gehören abgelenkte Fahrer bald der Vergangenheit an?

17.09.2012
Ein Meilenstein der Fahrzeugtechnologie zur Verringerung der Anzahl von Strassenverkehrsunfällen sowie zur Steigerung der Kraftstoffeffizienz könnte bereits im nächsten Jahrzehnt auf Europas Strassen zu finden sein

Die jüngste Probefahrt markiert die letzte Phase eines dreijährigen Projekts, das einen Einblick in die Entwicklung des nächsten Schritts im Bereich autonome Fahrtechnologie bietet. Seit 2009 ist die Volvo Car Corporation die treibende Kraft hinter SARTRE (Safe Road-Trains for the Environment/Sichere Lastzüge für die Umwelt), einem von der EU geförderten Projekt, das die Vehicle-Platooning-Technologie ihrer realen Umsetzung auf Europas Strassen einen Schritt näher bringt.

Klicken Sie hier um die vollständige Multimediapressemitteilung zu lesen:
http://www.multivu.com/mnr/56600-volvo-car-corporation
Ziel des Vehicle-Platooning (etwa: Fahrzeug-Fernlenkung) ist die Verbesserung von Sicherheit, Effizienz, Benzinverbrauch und Fahrzeit, während gleichzeitig Verkehrsstaus vermieden und Schadstoffemissionen verringert werden. Die Technologie, die binnen eines Jahrzehnts auf unseren Autobahnen zu finden sein könnte, ermöglicht es dem Fahrer sich einem "Road-Train" (Strassen-Zug) anzuschliessen, der von einem professionellen Fahrer angeführt wird.
Jedes Fahrzeug erfasst Distanz, Geschwindigkeit und Richtung und passt sich automatisch an das führende Fahrzeug an. Die Fahrzeuge sind nicht physisch miteinander verbunden und können den Strassenzug jederzeit verlassen.

Nach Eingliederung in den Road-Train können sich die Fahrer entspannen und die Landschaft bewundern, lesen oder Büroarbeit nachholen, während sich der Strassenzug in Richtung Reiseziel bewegt.

SARTRE ist das einzige Projekt seiner Art, das sich auf die Entwicklung einer Technologie konzentriert, die auf herkömmlichen Autobahnen umgesetzt werden kann, ohne dass dabei die aktuelle Infrastruktur verändert werden müsste.

Laut Prognosen der Volvo Car Corporation wird diese Art von Technologie erhebliche Verbesserungen von Verkehrsfluss und Reisezeiten mit sich bringen sowie Umweltvorteile mit einem Energiesparpotenzial von bis zu 20 % auf Reisen. Zusätzlich bietet SARTRE enorme Sicherheitsvorteile. Obwohl Todesfälle durch Verkehrsunfällen auf Europas Strassen im Laufe des letzten Jahrzehnts abgenommen haben, besteht noch ausreichend Verbesserungspotenzial.

Ein kürzlich vorgelegter Bericht spricht von über 30.000 Todesfällen auf Europas Strassen im Jahr 2011[1]. Der schwedische Automobilhersteller hat sich zum Ziel gemacht, bis 2020 Todesfälle oder schwere Verletzungen in neuen Volvo-Modellen unmöglich zu machen, und die im Rahmen des SARTRE-Projekts entwickelte Technologie bringt das Unternehmen seinem Ziel einen Schritt näher.

Die langfristige Vision des SARTRE-Projekts ist es, ein Transportsystem zu entwickeln, in dem Buchung, Beitritt und Verlassen eines Road-Trains für Fernfahrten eine reibungslosere Erfahrung darstellen werden als das Zurücklassen des eigenen Fahrzeugs und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Mit dieser letzten Demonstration der Technologie unter Strassenverhältnissen sind nun alle Vorbereitungen getroffen, um die notwendigen Schritte hin zu einer Gesetzgebung einzuleiten, die diese revolutionäre Technologie auf Europas Strassen umsetzbar macht.

Máire Geoghegan-Quinn, Kommissarin für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, äusserte sich folgendermassen zum

SARTRE-Projekt:

"Diese Technologie ist ein vielversprechendes Beispiel für ein innovatives Konzepts zur Einführung eines umweltfreundlicheren, sichereren und intelligenteren Transportsystems. Manchmal muss man über seinen Tellerrand hinausblicken, um nachhaltige Lösungen zu finden. Aus diesem Grund haben wir in unserem Zukunftsforschungsprogramm "Horizont 2020" fast 7 Milliarden für eine intelligentere, umweltverträglichere und integrierte Verkehrsforschung vorgesehen."

Die Fahrzukunft von Morgen könnte schon bald Realität werden.

Für weitere Informationen oder Interviewanfragen kontaktieren Sie
bitte: gordon.cherrington@uk.ogilvypr.com
Festnetz: +44-207-309-1007 / +44-774-700-8310
1. http://ec.europa.eu/transport/road_safety/specialist/statistic
s/index_en.htm
Video:
http://www.multivu.com/mnr/56600-volvo-car-corporation

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.volvocars.com/DE

Weitere Berichte zu: Road-Train SARTRE SARTRE-Projekts Strassenzug Transportsystem Volvo

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Lasersystem zur Rettung bei schweren Unfällen
29.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Autonomer Stadtbus: Sicher und zuverlässig unterwegs im Nahverkehr
28.11.2016 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln Unterwasser-Observatorium

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

HIV: Spur führt ins Recycling-System der Zelle

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0

07.12.2016 | Informationstechnologie