Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IML stellt rollende Transportdrohne vor

21.03.2016

Sie rollt, wenn sie kann und fliegt nur, wenn sie muss. Dank dieses cleveren Prinzips umgeht die neue rollende Transportdrohne des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML zwei Haupthemmnisse, die einem breiten Einsatz von Drohnen in der Logistik noch im Wege stehen: Energiebedarf und Sicherheit. Die »Ball-Drohne« ist aufgrund ihrer Fortbewegung deutlich energieeffizienter als reine »Flug-Drohnen« und kann zudem gefahrlos zusammen mit Menschen im selben Bereich arbeiten.

Zahlreiche logistische Pilotprojekte erforschen mögliche Anwendungsgebiete von Drohnen. Nicht ohne Grund – würden sie doch die logistische Abwicklung im inner- wie außerbetrieblichen Transport in vielen Bereichen einfacher und schneller machen.


Sie rollt, wenn sie kann und fliegt nur, wenn sie muss: die rollende Transportdrohne des Fraunhofer IML.

Fraunhofer IML


Animation des Lagers der Zukunft mit rollenden Transportdrohnen.

Fraunhofer IML

Doch zwei Hemmnisse stehen dem Siegeszug der Flugroboter noch im Wege: ihr hoher Energiebedarf und die Sicherheit des Menschen. Bisher dürfen Drohnen nicht in Bereichen fliegen, in denen zeitgleich Menschen arbeiten. Auch die Flugzeiten der Drohnen sind bisher sehr begrenzt.

Die Lösung für das Problem: Rollen statt Fliegen. Die Drohne rollt, wenn sie kann und fliegt nur, wenn sie es muss. 3D-gedruckte umlaufende Streben machen die Drohne zum fliegenden Ball – und vor allem zum rollenden. Das runde Gehäuse schützt dabei Mitarbeiter und Rotoren gleichermaßen.

Mensch und Drohne können so gefahrlos im gleichen Bereich zusammenarbeiten. »Die rollenden Transportdrohnen führen ihre Aufgaben autonom aus und organisieren sich im Schwarm selbst. Sie werden so zum ständigen Begleiter und Helfer in allen logistischen Prozessen«, betont Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IML.

Der 1.500 g leichte, neue Flugroboter des Fraunhofer IML dient zunächst dem innerbetrieblichen Transport von kleinen und leichten Gütern bis zu 700 g. Bei einem Transportauftrag wird der kleine Transporthelfer mit dem zu transportierenden Gut und Zieldaten ausgestattet und findet autonom seinen Weg ans Ziel. In erster Linie erfolgt der Transport durch flurgebundenes Rollen der Drohne.

Dadurch verbraucht sie weniger Energie. Erst wenn Höhenunterschiede zu überbrücken, Hindernisse zu überwinden und hohe Regalebenen zu erreichen sind, wird der »Roller« zum Flieger. Abwärtsbewegungen kann die Drohne fliegend, aber auch schwerkraftgetrieben auf Schienen bewältigen – was zusätzlich Energie spart.

Damit ist die Technologie deutlich flexibler und skalierbarer, als bisherige Lösungen wie Rohrpost oder vergleichbare Fördertechnik. Darüber hinaus ist die rollende Transportdrohne wartungsärmer und ihr geringes Gewicht sowie der schützende Käfig gewährleisten einen sicheren Prozessablauf.

Weitere Informationen:

http://www.iml.fraunhofer.de/de/presse_medien/pressemitteilungen/ein_r2d2_fuer_d...
http://www.bingo.fraunhofer.de
https://download.iml.fraunhofer.de/__rZycbhegYkiHmrfVqe38Dg/ (Download Video-Animation zur rollenden Transportdrohne)

Bettina von Janczewski | Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen