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Forschungsprojekt für mehr Sicherheit bei Groß-Events

10.10.2008
Die Planung und Durchführung des zusätzlichen Verkehrs bei Groß-Events wie Sportveranstaltungen, Konzerten oder Volksfesten in Ballungsräumen ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern auch eine Herausforderung hinsichtlich der Sicherheit der Fahrgäste.

Die durch das Gemeinschaftserlebnis aufgeputschte Stimmung, oft noch in Verbindung mit Alkohol, kann bei einzelnen Personen oder Gruppen zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft führen. Aggression oder Feierlaune führen zu Gedränge, das an den Haltestellen oder in U-Bahnen panikähnliche Reaktionen auslösen kann.

Um Verkehrsbetriebe bei der Abstimmung ihrer Planungen mit den Veranstaltern sowie mit Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften zu unterstützen, beteiligt sich das eng mit dem Fraunhofer IAO kooperierende Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart an dem Verbund¬forschungsprojekt »VeRSiert«.

Das Projekt wurde vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg/Nahverkehr Rheinland GmbH im Rahmen des BMBF-Programms »Forschung für die zivile Sicherheit« ins Leben gerufen. Ziel ist es, für die mit Gro߬veranstaltungen verbundenen Planungsaufgaben Referenzprozesse und geeignete IT-Architekturen zu entwickeln.

Das IAT wird in diesem Kontext gemeinsam mit sechs Partnern ein digitales Planungs- und Arbeitsbuch entwickeln, das über eine speziell eingerichtete Plattform genutzt werden kann. Diese bildet künftig eine Kommunikationsbasis für alle an einem Sicherheitskonzept beteiligten Organisationen. Getroffene Absprachen, die Aufgabenverteilung und notwendige Kooperationsmaßnahmen sind dort für alle Mitwirkenden jederzeit einsehbar. Auch auf bestehendes Erfahrungswissen zurückliegender Veranstaltungen kann zurückgegriffen werden, beispielsweise zur Einschätzung des Gefährdungspotenzials.

Gerade die Nutzung mobiler Dienste, die einen weiteren Forschungsschwerpunkt des IAT darstellen, eröffnet dabei vielfältige neue Möglichkeiten, um die Sicherheit im ÖPNV bei Großveranstaltungen zu verbessern. So könnten Verkehrsbetriebe wie Veranstalter ihre Ordner am Bahnhof oder am Stadion frühzeitig über überlastete Züge informieren und damit den Fußgängerstrom umlenken. Auch bei der Suche nach Vermissten können Handydienste ehrenamtliche Helfer künftig unterstützen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Dr. Wolf Engelbach
Nobelstraße 12
D-70569 Stuttgart
wolf.engelbach@iao.fraunhofer.de

Dr. Wolf Engelbach | Fraunhofer IAO
Weitere Informationen:
http://www.versiert.info
http://www.swm.iao.fraunhofer.de/Referenzprojekte/F_Versiert.jsp
http://www.iao.fraunhofer.de/d/presse/iao_news.hbs?catid=145#1139

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