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Flexible Flottenstrukturen im regionalen Straßenpersonenverkehr (FloReSt)

20.01.2011
Im Projekt FloReSt wurde die Wirtschaftlichkeit flexiblen Nahverkehrs untersucht. Es gibt den Firmen ein Tool in die Hand, das eine Wirtschaftlichkeitsprüfung von Rufbussen etc. ermöglicht.

An der FH Erfurt endet ein Forschungsprojekt, bei dem die Wirtschaftlichkeit des flexiblen Nahverkehrs (Rufbusse u.a.) untersucht worden ist. Dabei entstand eine Software, die den Unternehmen eine Hilfe für die wirtschaftliche Planung solcher Transportangebote ist. Nachfolgend eine Presseinformation des Verbandes Mitteldeutscher Omnibusunternehmer e.V. (MDO):

Das zweieinhalb Jahre andauernde Forschungsprojekt "Flexible Flottenstrukturen im regionalen Straßenpersonenverkehr (FloReSt)" wird im Februar 2011 beendet.

Das Projekt wurde durchgeführt vom Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt, dem Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer e.V. (MDO) sowie fünf regionalen, mittelständischen Busunternehmen aus Thüringen:

· IOV Omnibusverkehr GmbH Ilmenau (Ilmkreis)
· JES Verkehrsgesellschaft mbH (Saale-Holzland-Kreis)
· KomBus GmbH (Saale-Orla-Kreis, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)
· PNG Bad Salzungen mbH (Wartburgkreis)
· Verwaltungsgesellschaft (VWG) des ÖPNV Sömmerda mbH (Landkreis Sömmerda)
Für das Projekt bewilligte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) rund 217.000 € Forschungsmittel.

Vor allem aufgrund zurückgehender Schülerzahlen sowie der Abwanderung stehen die Verkehrsunternehmen in ländlichen Räumen bereits seit einigen Jahren unter einem erheblichen Anpassungsdruck. Zudem setzt der europarechtliche Rahmen die Unternehmen unter einen wachsenden Kostendruck, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die Verkehrsunternehmen benötigen hierfür zunächst solide Informationen über die künftige Nachfrageentwicklung, um mit kostengünstigen, angepassten und flexiblen Lösungen auch künftig ein bedarfsgerechtes Verkehrsangebot vorzuhalten. Dieses Angebot sollte den Umweltschutz einbeziehen - schließlich sind Busse erwiesenermaßen die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel.

Gesamtziel des Vorhabens war vor diesem Hintergrund die Entwicklung eines Planungs- und Handlungsleitfadens für kleine und mittlere Verkehrsunternehmen zur technisch-wirtschaftlichen Bewertung ihrer Flottenstrukturen. Schwerpunkt dieser Planungshilfe ist ein standardisiertes Berechnungsverfahren zur Abschätzung künftiger Erlöse und Kosten auf Basis konkreter unternehmensinterner Leistungs- und Strukturdaten. Ziel dabei ist die Schaffung einer Entscheidungsgrundlage zur künftigen Ausgestaltung einer wirtschaftlich und technisch effizienten Flottenstruktur.

Das Vorhaben sollte drei Fragestellungen beantworten:
· Wie müssen künftig die Fahrzeuge und Fahrzeugflotten der regionalen Verkehrsunternehmen ausgestattet sein?
· Mit Hilfe welcher Modelle des Flottenbetriebs können die fahrzeuggebundenen Fixkostensätze beeinflusst werden?

· Wie können die Verkehrsunternehmen in die Lage versetzt werden, die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen von Lösungsalternativen eigenständig abzuschätzen?

Die Verkehrsunternehmen können mit den beabsichtigten neuen Herangehensweisen in der Flottengestaltung spezifische betriebswirtschaftliche Potenziale ausschöpfen sowie Lösungsalternativen bewerten. Regionale Verkehrsunternehmen werden mit den Ergebnissen des Vorhabens in die Lage versetzt, in einem spezifischen betriebswirtschaftlich-technischen Teilbereich der Unternehmensorganisation ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre Marktposition auszubauen.

Das Institut Verkehr und Raum wurde im Jahr 2003 als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Verkehrs- und Transportwesen der Fachhochschule Erfurt eingerichtet. Es dient der anwendungsnahen, fachbereichsübergreifenden wissenschaftlichen Forschung sowie dem Know-How Transfer in die Praxis in den Bereichen Verkehrswesen und Raumplanung. Schwerpunkte der Arbeit sind die Erforschung von Verkehrsursachen und -wirkungen, generelle Zusammenhänge von Raum, Mobilität und Verkehrsverhalten sowie die Stadt- und Regionalentwicklung.

Der Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer e.V. (MDO) arbeitet seit 1996 als eigenständiger Verein für die fachlichen und gewerbepolitischen Interessen des Omnibusgewerbes auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene (mit Schwerpunkt in Thüringen). Der Verband ist Verhandlungspartner beim Abschluss von Tarifverträgen. Der MDO hat über 60 Mitgliedsunternehmen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt mit ca. 1.200 Beschäftigten und 1.100 Fahrzeugen im täglichen Einsatz im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und im Omnibusreiseverkehr. Die Mitgliedsunternehmen leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung und sind eine der tragenden Säulen des öffentlichen Personennahverkehrs.

Kontakt:
Institut Verkehr und Raum, Professor Dr. Matthias Gather, Telefon: 0361 / 6700-758

Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer e.V. (MDO), Tilman Wagenknecht, Telefon: 0361 / 2227528 bzw. 0172 / 3426630

Roland Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-erfurt.de/

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