Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachhochschule gründet Institut „MoVe“ für Mobilität und Verkehr

18.04.2011
Hinter dem englischen Namen „MoVe“ stehen nicht nur die beiden Kernbegriffe, sondern auch das englische Wort für Bewegung.

Auf Initiative von Prof. Dr. Charles McKay (49) vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschulabteilung Recklinghausen hat die Fachhochschule Gelsenkirchen das Forschungsinstitut „MoVe“ gegründet.

Es widmet sich den Bereichen Mobilität und Verkehr und hat seinen Arbeitsschwerpunkt im Automobilsektor. Im neu gebildeten Institutsteam vereinen sich fächerübergreifend durch Prof. Dr. Charles McKay (Betriebswirtschaftslehre), Prof. Dr. Guido Mihatsch (Automobilbau und -technik) und Prof. Dr. Stephan Keuchel (Volkswirtschaftslehre) sowohl wirtschaftliche als auch technische Lehrgebiete, um zukünftig nach neuen Lösungsansätzen in Verkehrswirtschaft und Verkehrspolitik zu forschen.

McKay: „Die Automobilindustrie steht heute am Anfang einer Zeitenwende hin zu neuen Antriebskonzepten. Dabei wird der klassische Verbrennungsmotor durch ein breites Spektrum alternativer Lösungen schrittweise ersetzt werden müssen. Diesen langfristigen Prozess wollen wir als Forscher begleiten, sowohl mit strategischen Lösungsvorschlägen als auch mit Expertisen und konkreten operativen Lösungen.“

Da bereits der Schatten des irgendwann als Treibstoff wegbrechenden Erdöls über den Neuentwicklungen im Automobilbereich liegt, will sich das Institut vor allem um alternative, umweltgerechte und langfristig technisch und wirtschaftlich tragfähige Verkehrskonzepte kümmern. „Dazu gehört in jedem Fall der Elektromotor“, so Charles McKay, „aber auch alternative Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, die Gewinnung von Strom aus regenerativen Energiequellen als Antrieb für Fahrzeuge und neue Modelle für den motorisierten Personenverkehr.“

„Die Automobilindustrie wird sich in den kommenden Jahren im Spannungsfeld von Verbrennungsmotoren und Elektroantrieben bewegen“, erwartet McKay und hat dabei auch verschiedene Varianten der Hybridtechnik im Blick, die beide Techniken verbindet. Auf dem Weg in die Zukunft verfolgt „MoVe“ das Ziel, die Motoren gleichzeitig verbrauchsärmer zu machen und dabei Abgas-Kohlendioxid einzusparen. Im Blick hat McKay auch die Zylinderzahl.

Ein wachsender Anteil von Drei- und Zweizylinder-Motoren wird, so McKay, den Vierzylinder-Autos und der gehobenen Klasse der Sechszylinder-Autos Marktanteile wegnehmen.

Als Spezialist für Wettbewerb, Marketing und Vertrieb in der Automobilwirtschaft geht Charles McKay am Preis nicht vorbei: „Die Konzepte müssen für den Autobesitzer bezahlbar und für den Anbieter profitabel sein.“ Gerade bei der Preispolitik würden längst nicht alle Potenziale ausgeschöpft, so McKay, weder bei den Automobilherstellern noch bei den Ersatzteillieferanten. Das Institut „MoVe“ bietet an, in der Phase der Neuausrichtung mit Gutachten oder der Anfertigung individueller Analysen dazu beizutragen, Fehler zu vermeiden, die später nur noch schwer zu bereinigen seien.

Um dem Verkehrskollaps vor allem in Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet vorzubeugen, will „MoVe“ auch die Verkehrsflusssteuerung beleuchten. Informations- und Vorhersagesysteme mit regelnden Eingriffen in den Verkehrsfluss sind hier die Stichworte für Mobilität, wenn klar ist, dass die Straßen nicht alle zehn Jahre um eine Spur in jede Richtung erweitert werden können.

Seine Forschungsergebnisse will „MoVe“ veröffentlichen und auf Tagungen Wirtschaft, Industrie und Politik vorstellen. Außerdem will „MoVe“ in den internationalen Raum: Geplant sind Kooperationen in Europa sowie mit Universitäten in den USA.

Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Charles McKay, Recklinghäuser Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-409 oder 915-590 (Dekanat), Telefax (02361) 915-570, E-Mail charles.mckay@fh-gelsenkirchen.de

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?
24.11.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Autonomes Fahren – und dann?
22.11.2017 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie