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EUROFOT treibt Tests für Verkehrssicherheitssysteme voran

20.10.2009
Verkehrssicherheit steht auf der EU-Agenda weit oben, und Forscher stellen sich der Aufgabe zur Entwicklung innovativer Fahrzeugbordtechnik für Industrie und Nutzer.

Das Projekt EUROFOT ("European field operational test on active safety functions in vehicles"), das unter dem Themenbereich "Informations- und Kommunikationstechnologien" (IKT) vom Siebten Rahmenprogramm (RP7) der EU mit insgesamt fast 14 Mio. EUR unterstützt wird, arbeitet an der Bestimmung und Koordinierung von Feldtests für neue intelligente Fahrzeugsysteme zur Qualitätsverbesserung des europäischen Straßenverkehrs.

Das aus 28 akademischen und industriellen Akteuren bestehende EUROFOT-Konsortium wird die Auswirkung von 8 fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen auf Sicherheit, Wirksamkeit und Fahrkomfort wissenschaftlich prüfen und bewerten. Konkret werden die Partner seitliche und Längssteuersysteme testen, die Fahrer vor potenziellen seitlichen und frontalen Zusammenstößen warnen. Die Partner merkten an, dass andere fortschrittliche Fahrzeugbordsysteme wie der Kurvengeschwindigkeitsalarm und der Kraftstoffeffizienzmelder sowie die Mensch-Maschine-Interaktion mit Navigationssystemen auch rechtzeitig eingeschätzt werden.

Ab 2010 werden etwa ein Jahr lang über 1500 Fahrzeuge verschiedener europäischer Automarken mit intelligenten Fahrzeugbordsystemen in Europa herumfahren, um die nötigen Informationen zu erfassen. Die Testzentren werden in Göteborg (Schweden), Turin (Italien), Paris (Frankreich) und den deutschen Städten München, Wolfsburg, Aachen-Köln, Sindelfingen und Ingolstadt liegen.

"Das ist der erste Betriebstest dieser Art in großem Maßstab, der in Europa mit verschiedenen Marken durchgeführt wird", informierte Aria Etemad, Projektkoordinator von EUROFOT.

Maxime Flament von ERTICO-ITS Europa berichtete: "Autohändler und Flottenbesitzer in ganz Europa werben gerade die Fahrer an, die an diesem Experiment teilnehmen werden." Als Verantwortliche für die Koordinierung der verschiedenen Fahrzeugzentren fügte Dr. Flament hinzu: "Gleichzeitig rüsten sich die Fahrzeugbetriebszentren zur Vorbereitung jedes Fahrzeugs für eine ein Jahr lang dauernde moderne Datenerfassung."

Nach Aussagen der Partner wird das Projekt die Erkenntnisse erweitern und Hinweise auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten über die tatsächlichen Vorteile der intelligenten Fahrzeugbordsysteme geben, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind. Die Ergebnisse der Feldtests werden auch zu besseren und fundierteren Entscheidungen führen, wie sie weiter ausführten.

Die EUROFOT-Forscher stellten spezifische Pläne und Methodologie für das Projekt auf dem Weltkongress über intelligente Verkehrssysteme Ende September in Stockholm, Schweden, vor.

Am EUROFOT-Projekt beteiligen sich die Unternehmen Volvo Cars und Volvo Trucks aus Schweden, Fiat aus Italien sowie Volkswagen, BMW, MAN und Audi aus Deutschland. Auch die gemeinnützige Organisation CEESAR (Frankreich) nimmt daran teil.

Beispielsweise wird Volvo Cars 100 Fahrzeuge der Modelle V70 und XC70 zur Verfügung stellen, die mit Technologie zur Überwachung des Fahrerverhaltens ausgestattet sind.

"Das hilft uns, die Wechselwirkung zwischen Fahrer, Fahrzeug und der Verkehrsumgebung besser zu verstehen. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine (HMI) ist eine unserer wichtigsten Forschungsgebiete", so Jan Ivarsson, Leiter für Sicherheitsstrategie bei Volvo Cars. "Alle Instrumente und Funktionen müssen leicht zu verstehen und bedienen sein. Es ist ganz wichtig, dass neue Informations- und Unterstützungstechnik in unseren Autos entworfen und richtig koordiniert wird. Die Information muss dem Fahrer helfen, ohne ihn abzulenken.

| CORDIS
Weitere Informationen:
http://www.eurofot-ip.eu/

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