Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklungslabor des Galileo-Testfeldes Sachsen-Anhalt wird an der Universität Magdeburg eingeweiht

01.03.2010
Modernstes Entwicklungslabor für Ortung, Navigation und Kommunikation in Verkehr und Logistik in Deutschland

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) wird am 10. März 2010 das Entwicklungslabor des Galileo-Testfeldes Sachsen-Anhalt eingeweiht. Es ist das einzige Entwicklungslabor und Testfeld für Ortung, Navigation und Kommunikation in Verkehr und Logistik in Deutschland.

Künftig werden damit an der Universität Magdeburg modernste satellitengestützte Anwendungen für die Verkehrs- und Logistikbranche, den öffentlichen Nahverkehr, die Telematik und die funkgestützte Kommunikation getestet und weiterentwickelt. Langfristiges Ziel ist die Vernetzung der verschiedenen Technologien und z.B. der Aufbau von intelligenten und umweltorientierten Verkehrssystemen für Sachsen-Anhalt.

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg etabliert sich mit diesem bundesweit modernsten Testfeld weiter als Kompetenzzentrum für innovative Verkehrs- und Logistiksysteme.

"Die Industrie im Feld des Verkehrswesens und der Logistik begrüßt das Galileo-Entwicklungslabor in Sachsen-Anhalt ausdrücklich", so Prof. Michael Schenk, Leiter des Instituts für Logistik und Materialflusstechnik und Projektleiter des Galileo-Testfeldes, "denn gezielt können hier Anwendungen von global als auch regional agierenden Unternehmen getestet und weiterentwickelt werden." Bei der Eröffnung des Galileo-Testfeldes wird sich als künftiger Partner ein neuer, bundesweit agierender Logistikdienstleister gemeinsam mit Magdeburger Unternehmen präsentieren.

Die Investitionskosten für das Galileo-Projekt belaufen sich auf fast drei Millionen Euro. Sie werden aus Mitteln des Landes und aus dem Konjunkturprogramm II finanziert.

WAS: Einweihung des ersten Galileo-Testfeldes Sachsen-Anhalt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

WANN: 10. März 2010, Beginn 17.15 Uhr, symbolische Einweihung ca. 18.00 Uhr, danach Präsentationen der Partner aus der Wirtschaft

WO: Speicher K im Wissenschaftshafen Magdeburg, Sarajevo-Ufer 36, 39106 Magdeburg

Im Anschluss an die Einweihung, ca. 18.30 Uhr, wird es möglich sein, den Laborbereich zu besichtigen und Pressegespräche zu führen.

Neben Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre, dem Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Klaus Erich Pollmann, dem Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF Magdeburg, Prof. Michael Schenk, dem Institutsleiter des Instituts für Automation und Kommunikation ifak, Prof. Ulrich Jumar, und dem Prorektor für Planung und Haushalt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Helmut Weiß, werden Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, der Vorstand der Halleschen Verkehrs-AG Francois Girard und der Geschäftsführer der Magdeburger Hafen GmbH, Karl-Heinz Ehrhardt, anwesend sein.

Regionale Partner beim Betrieb des Testfeldes sind das Institut für Automation und Kommunikation ifak, das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG), die Stadt Magdeburg und die Magdeburger Hafen GmbH.

Hintergrund
Im Vergleich zum amerikanischen GPS-System besitzt das europäische Satellitensystem Galileo eine höhere Präzision, insbesondere auch für den zivilen Nutzer. Die Interaktion von Ortung, Navigation und Kommunikation macht es möglich, eine zentimetergenaue Ortung von Rohstoffen, Gütern, Personen oder Fahrzeugen vorzunehmen und globale Warenströme lückenlos sowohl im Outdoor- als auch Indoor-Bereich zu verfolgen. Ortung, Navigation und Kommunikation sind die Schlüsseltechnologien für zukünftige Innovationen im Verkehr und in der Logistik. Die Verknüpfung des Positionierungssystems Galileo mit anderen verfügbaren Kommunikationstechnologien schafft die Möglichkeit, für jeden spezifischen Anwendungszweck die funktionale und wirtschaftlich optimale Lösung zu entwickeln.

Bereits Mitte Februar 2010 starteten die ersten Untersuchungen mit einer Straßenbahn in Halle/Saale. Durch enge Verkehrsführung ist die Innenstadt von Halle für präzise Ortungssysteme eine besondere Herausforderung. Innerhalb der nächsten Jahre sollen mit diesem Fahrzeug unterschiedliche Satellitensysteme getestet und zuverlässige Bewegungsdaten für die Optimierung des ÖPNV gesammelt werden.

Das Labor wird künftig auch für die Lehre auf dem Gebiet der angewandten Verkehrsforschung an der Universität Magdeburg genutzt. Gemeinsam mit den Partnern werden passgenaue Studienangebote entwickelt.

Ansprechpartner: Dipl.-Geograph Andreas Müller, Projektmanager Galileo-Testfeld Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel. 0391 67-12126, Mobil: 0177 6037251, E-Mail: mueller.gate@ovgu.de

Katharina Vorwerk | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-magdeburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht aCar - Der elektrische „Alleskönner“
21.08.2017 | Technische Universität München

nachricht Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
21.08.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen