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Energieeffizienz im Verkehr: Kurs halten, Fahrt aufnehmen

15.11.2012
dena liefert Zahlen und Fakten zu Verkehrs-, Energie- und Klimatrends

Die Energiewende stellt insbesondere für den Verkehrssektor eine große Herausforderung dar: Zwar konnte die Energieeffizienz aller Verkehrsmittel in den letzten 20 Jahren durch Verbesserungen bei Antrieben und Fahrzeugen deutlich erhöht werden, dennoch ist der Energieverbrauch in diesem Sektor aufgrund steigender Verkehrsleistungen kaum zurückgegangen.

Das geht aus der Publikation "Verkehr. Energie. Klima" hervor, die die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) mit Unterstützung der TOTAL Deutschland GmbH veröffentlicht hat. Sie bündelt aktuelle Daten und Fakten zu Energie- und Klimatrends im Verkehrssektor: vom Pkw und Lkw über Bus und Bahn bis hin zu Schiff und Flugzeug.

"Die Zahlen sprechen für sich: Auch wenn unsere Fahrzeuge effizienter geworden sind und der CO2-Ausstoß pro Kilometer sinkt, werden die erzielten Effizienzgewinne durch das deutliche Verkehrswachstum stark geschmälert", betonte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Um den Energieverbrauch im Mobilitätssektor bis 2020 um 10 Prozent zu senken, müssen wir die Energieeffizienz weiter steigern, die Kraftstoffbasis auf ein breiteres Fundament stellen und attraktive Rahmenbedingungen für innovative Mobilitätskonzepte schaffen."

Steigende Energieeffizienz

Die größte Verbrauchsminderung mit 46 bis 32 Prozent erzielten der
Schienen- und der Luftverkehr. Beim Pkw konnten der Verbrauch pro gefahrenen Personenkilometer um rund 20 Prozent gesenkt werden. Sinkende Energieverbräuche der Pkw-Flotte sind das Ergebnis immer niedrigerer Durchschnittsverbräuche bei Neuwagen: So ist der Kraftstoffverbrauch je 100 Kilometer von Benzin-Pkws alleine in den letzten vier Jahren von 7,1 auf 6,3 und bei Diesel von 6,5 auf 5,5 Liter gesunken.

Der Energieträger Öl dominiert weiterhin die Mobilität in Deutschland. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Kraftstoffverbrauch in Deutschland liegt mit knapp sechs Prozent deutlich unter den Anteilen in anderen Sektoren wie der Wärme- und Stromproduktion.

Pkw dominiert den Individualverkehr

Pro Jahr legt jeder Bundesbürger rund 15.000 Kilometer zurück und das nach wie vor zumeist mit dem Auto. Derzeit sind 43 Millionen Pkws auf Deutschlands Straßen unterwegs. Damit verfügen 82 Prozent aller Haushalte in Deutschland über einen oder mehrere Pkws. Im Saarland sind die meisten Pkws je 1.000 Einwohner zugelassen. Haushalte ohne Auto gibt es am häufigsten in Berlin und Hamburg. Über 98 Prozent der Pkws werden mit Otto- oder Dieselmotoren gefahren. Nur etwa 600.000 Fahrzeuge nutzen CO2-arme Kraftstoffe wie Erdgas oder verfügen über andere alternative Antriebe. Der öffentliche Personennahverkehr mit Bussen und Bahnen hat mit neun Prozent einen relativ kleinen Wegeanteil. Zugleich nutzen fast 20 Prozent der Bevölkerung nahezu täglich das Fahrrad. Besonders beliebt sind aktuell elektrisch unterstützte Fahrräder, sogenannte Pedelecs, von denen im letzten Jahr in Deutschland über 300.000 Exemplare verkauft wurden.

Güterverkehr findet auf der Straße statt

Der Güterverkehr wird erheblich durch den Transport auf der Straße
geprägt: Fast drei Viertel der Güterverkehrsleistung wird mit über
4,6 Millionen Lkws erbracht. Hier liegt der Anteil der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bei unter einem Prozent. Auch die Güterbeförderung im Schienen- und Luftverkehr hat deutlich zugenommen, das größte Mengenwachstum fand aber im Straßengüterverkehr statt.

Weitere Daten und Fakten zum Verkehr in Deutschland stehen unter www.dena.de/Verkehrsbooklet bereit.

Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena),
Christian Müller,
Chausseestraße 128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-640,
Fax: +49 (0)30 72 61 65-699,
E-Mail: presse@dena.de

Christian Müller | dena
Weitere Informationen:
http://www.dena.de

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