Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einfach einsteigen mit der neuen eTicketing-Lösung von Siemens

21.11.2014

Versuchsfahrten bei der Südostbahn (SOB) und den Basler Verkehrsbetrieben (BVB)

eTicketing ist derzeit ein viel diskutiertes Thema in der Schweiz. Obwohl zahlreiche unterschiedliche eTicketing-Systeme im Einsatz sind, gibt es weltweit keinen Bahnbetreiber, der das berührungslose BiBo-System (Be-in/Be-out) im regulären Fahrgastbetrieb einsetzt. In der Schweiz testet Siemens solche BiBo-Lösungen bei den Basler Verkehrsbetrieben und neustens auch bei der Südostbahn.

Dort kommt weltweit erstmals eine Lösung zum Einsatz, bei der das funkbasierte BiBo-eTicketing sogar mit einem handelsüblichen Smartphone möglich ist. Am Innovations-Lunch vom 21. November 2014 im Verkehrshaus Luzern wurde diese Lösung erstmals einem interessierten Fachpublikum präsentiert.

Bei zahlreichen Bahnbetreibern in aller Welt kommen eTicketing-Systeme zur Anwendung, die je nach den Bedürfnissen der Kunden unterschiedlich konzipiert sind. Bei der Siemens-Division Mobility gehören eTicketing-Lösungen schon seit mehreren Jahren zum Produkt- und Lösungsportfolio. Nebst den etablierten Check-in/Check-out-Systemen, die in vielen Grossstädten wie beispielsweise in London eingesetzt werden, rücken immer mehr berührungslose Lösungen ins Zentrum des Interesses.

Diese sogenannten Be-in/Be-out-Systeme (BiBo) sind weltweit noch nirgends im regulären Fahrgastbetrieb im Einsatz. In der Schweiz führt Siemens derzeit gemeinsam mit zwei Verkehrsbetrieben vielversprechende BiBo-Tests durch. Dabei wird das eTicket einerseits auf einer Smartcard integriert, die mit einem aktiven Funk-Chip ausgestattet ist, andererseits hat Siemens eine innovative Lösung entwickelt, mit der weltweit erstmals das einfache BiBo-Verfahren sogar mit einem handelsüblichen Smartphone möglich ist.

Testbetrieb in Basel

Bereits seit mehr als einem Jahr läuft ein interner, nicht öffentlicher Versuchsbetrieb bei den Basler Verkehrsbetrieben (BVB). Ein Siemens Combino-Tram wurde mit allen notwendigen technischen Installationen ausgestattet, die den Fahrgästen künftig das Lösen eines herkömmlichen Tickets ersparen sollen. Bei dieser komfortablen Be-in/Be-out-Lösung tragen die Reisenden eine Smartcard bei sich, die im Eingangsbereich des Fahrzeugs „aufgeweckt“ wird und später mehrmals während der Fahrt mittels aktiver RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) berührungslos registriert wird.

Steigt ein Passagier aus, wird dies vom System automatisch erfasst und gespeichert. Setzt er später seine Reise mit dem Tram fort, werden die neuen Fahrtabschnitte automatisch ergänzt. Bei der späteren Verarbeitung der Daten wird der Verlauf der ganzen Reise rekonstruiert und einem Tarif- und Abrechnungssystem übergeben. Von der Smartcard bis zum Abrechnungssystem deckt Siemens die komplette Wertschöpfungskette des elektronischen Tickets ab.

Weltpremiere bei der Südostbahn

Beim zweiten Schweizer Testlauf bei der Südostbahn (SOB) kommt in zwei parallel laufenden Versuchen – nebst der aktiven RFID-Smartcard – zusätzlich eine Smartphone-Lösung zum Einsatz. Die Technik zur Datenerfassung und -verarbeitung wurde entsprechend angepasst. Das Prinzip der berührungslosen und damit sehr komfortablen Fahrtenregistrierung und Abrechnung bleibt jedoch das gleiche.

Der Vorteil beim Smartphone liegt eindeutig bei der hohen Akzeptanz und der flächendeckenden Verbreitung dieser Geräte, was für ein eTicket-Trägermedium natürlich ideal ist. So kann auf jedem handelsüblichen Smartphone schnell und einfach eine eTicket-App (BiBo User App) installiert und aktiviert werden, die den notwendigen Datenaustausch zwischen dem Mobiltelefon des Passagiers und den eTicketing-Systemen im Fahrzeug sicherstellt.

Wie bei der Smartcard-Lösung erfolgt auch bei der BiBo User App eine verschlüsselte Datenübertragung, die einen unberechtigten Zugriff verhindert.

Beim SOB-Versuch wurden die Wagen einer Voralpenexpress-Komposition mit den notwendigen On Board-Installationen (BiBo-Gateway, WLAN-Antennen usw.) ausgestattet. Der Zug ist täglich auf der Strecke St. Gallen - Luzern im regulären Betrieb für interne Testzwecke im Einsatz.

Hintergrund

Nachdem sich Siemens bereits um die Jahrtausendwende an den erfolgreichen „Easyride“-Versuchen in der Schweiz federführend beteiligt hatte, wurden die Aktivitäten wegen der damals recht hohen Kostenprognosen auf Eis gelegt. 2010 hat Siemens Schweiz die Arbeiten am eTicketing-System nach dem Be-in/Be-out-Prinzip (BiBo) wieder aufgenommen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Durch den Einsatz drahtloser Systemkomponenten und ausgereifter Technologie konnten die Kosten im Vergleich zu früheren Systemen deutlich reduziert werden.

So einfach die Technik für die ÖV-Benutzer in der Anwendung ist, so ausgeklügelt ist das dahinterliegende technische Konzept der eTicketing-Lösung von Siemens. Insbesondere das Backend-System, das alle Daten erfasst und automatisch verarbeitet, die individuellen Fahrtenbildungen eines Nutzers zusammenfügt und letztlich über einen Tarifserver den zu verrechnenden Ticketpreis festlegt, muss höchsten Anforderungen genügen.

Ansprechpartner

Benno Estermann
Head of Public Relations
Tel. +41 (0)585 585 167
benno.estermann@siemens.com

Benno Estermann | Siemens Schweiz AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht aCar - Der elektrische „Alleskönner“
21.08.2017 | Technische Universität München

nachricht Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
21.08.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie