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Effiziente und sichere Logistik - Fraunhofer IFF auf dem 27. DLK

15.10.2010
Logistikprozesse müssen ganzheitlich betrachtet werden, um sie effizient zu machen. Nach diesem Credo arbeiten die Logistiker des Fraunhofer IFF in Magdeburg.

Auf dem 27. Deutschen Logistikkongress in Berlin demonstrieren die Experten neue, hocheffiziente Technologien, mit denen die gesamte Transportkette übergreifend effizienter und sicherer werden soll.


Intelligenter Wechselbehälter für die City-Logistik. Fraunhofer IFF


Das patentierte RFID-Reader-Gate liest und identifiziert fehlerfrei die Ware. Dirk Mahler, Fraunhofer IFF

Die moderne Transportlogistik verlangt nach intelligenten Lösungen. Grenzüberschreitende Verkehre, hohe Sicherheitsanforderungen, aber auch der Ruf nach immer mehr Effizienz sowie Ressourcen- und Umweltschonung - all das sind Herausforderungen, vor denen Industrie und Logistikdienstleister heute mehr denn je stehen. Die Technologien dafür sind zum Teil vorhanden.

Wer aber tatsächlich effizient sein will, muss sie weiterentwickeln und ganzheitlich einsetzen. Das Fraunhofer IFF zeigt auf dem 27. Deutschen Logistik-Kongress vom 20. bis 22. Oktober, wie mit aktuellsten Technologien Warentransporte durchgängig, sicher und effizienter gemacht werden.

Fraunhofer IFF ist Systemanbieter

Dafür setzen die Logistikspezialisten besonders auf den effizienten Einsatz ihrer hochmodernen Entwicklungen für die exakte Ortung, Identifizierung und Navigation. Sie gewährleisten die sichere, lückenlose Verfolgung von Waren und Transporten vom Beginn der Distributionskette bis zu ihrem Ende. Als Systemanbieter und Komplettdienstleister vervollständigt das Fraunhofer IFF seine Technologien mit innovativen, dynamischen Dispositions- und Tourenplanungssystemen - z.B. für die Optimierung internationaler Transporte oder der Innenstadtlogistik.

»Bei konsequentem Einsatz unserer neuesten RFID- und Telematik-Technologien geben wir den Unternehmen die Möglichkeit, nun tatsächlich jederzeit zu wissen, wo genau sich ihre Ware in welcher Zahl zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet, und sogar, in welchem Zustand sie sich befindet«, unterstreicht Professor Michael Schenk, Leiter des Magdeburger Fraunhofer-Instituts. »Durch die Kombination verschiedener Technologien kann diese Überwachung zudem problemlos von der Straße bis ins Gebäude erfolgen«, so Schenk.

Intelligenter Wechselbehälter

Ein Schwerpunkt der Fraunhofer-Präsentation liegt darum auf neuester RFID-Technik. Bei ihrem konsequenten Einsatz in der Waren- und Transportlogistik erlauben die kleinen Funkchips die lückenlose Überwachung des Ladeguts während des gesamten Transports. Dafür haben die Fraunhofer-Forscher einen intelligenten Transportbehälter entwickelt, der jederzeit die Ortung und Identifizierung der markierten Ladung gewährleistet. Als leicht abnehmbarer Wechselbehälter für 3,5t-Transporter ermöglicht die patentierte Technik zudem völlig neue Konzepte in der City-Logistik.

3,5t-Elektromobilität und Logistikleitwarte

Der teil-autonome Container verfügt dafür über eine eigene Energieversorgung und bei Bedarf auch über ein Schnellwechselsystem für Elektro-Akkus. So sind die Transporter als Elektro-Fahrzeuge auch in emissionsfreien Innenstädten einzusetzen. Die schnell austauschbaren Wechselbehälter, die am Ziel mitsamt der Ware abgeladen und neu aufgenommen werden können, versorgen den Transporter so stets mit neuer Energie. Lange Lade- und somit Standzeiten entfallen und die Fahrzeuge unterliegen keinen Reichweitenbeschränkungen. Unterstützt wird das Konzept durch digitale Mobilitätsleitwarten, mit deren Hilfe sich aktuelle Prozesszustände erkennen und die Transporte in Echtzeit verfolgen und optimieren lassen.

RFID-Gate für sichere Pulk-Auslesung

Für das sichere und extrem schnelle Auslesen und Überwachen der RFID-markierten Waren an Umschlagplätzen oder am Ziel sind am Fraunhofer IFF zudem spezielle RFID-Reader-Gates entwickelt worden. Diese ebenfalls patentierten, flexibel einsetzbaren Tore garantieren die unkomplizierte und fehlerfreie Pulk-Auslesung der markierten Waren von der Palette bis zur kompletten LKW-Ladung. Bei Durchfahrt lesen die Sensoren die auf RFID-Transpondern abgespeicherten Informationen und identifizieren die Ware in Echtzeit. Nicht nur sicherheitsrelevante oder temperaturgeführte Ware, wie z.B. in der Frischelogistik, kann somit jederzeit auf ihren Zustand geprüft werden. Ein Umstand, der etwa in mehrteiligen Lieferketten von großem Vorteil sein kann.

Weiterhin informiert das Fraunhofer IFF auf dem Kongress über ein innovatives System für den Einsatz autonomer Roboter in der Logistik. Dafür stellen die Forscher neue, kostengünstige optische Erfassungssysteme für die markerlose Navigation autonomer, mobiler Einheiten in Lagerhallen vor.

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF ist auf dem 27. Deutschen Logistikkongress im Saal Potsdam II im Intercontinental Hotel, auf Stand Nummer 24 zu finden.

René Maresch | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de

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