Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Coopers-Projekt soll Staus erkennen und vermeiden

22.08.2008
Informationssystem sammelt Verkehrsdaten aus unterschiedlichen Quellen

Coopers nennt sich ein europaweites Projekt, in dessen Rahmen europäische Forscher an Möglichkeiten zur frühzeitigen Stauerkennung sowie Stauvermeidung arbeiten. Coopers http://www.coopers-ip.eu steht für Co-operative Systems for Intelligent Road Safety. Entwickelt wird ein System, das Autofahrer schnell, zuverlässig und lückenlos über Unfälle, Staus oder andere Hindernisse auf der Strecke informiert. Die Straßeninfos sollen die Verkehrsteilnehmer aktuell und punktgenau über die Lage in Kenntnis setzen und somit brenzlige Situationen und lange Staus verhindern, so der Anspruch der Forscher.

"Zielgerichtete, individuell angepasste und automatisierte Kommunikation zwischen Fahrzeugen und der Straße werden den Verkehr in naher Zukunft sicherer machen", sagt Alexander Frötscher von der österreichischen Organisation AustriaTech und Coopers-Projektleiter, der ein 120-köpfiges europäisches Expertenteam um sich geschart hat. Eine der Hauptaufgaben des Systems ist das Sammeln von Verkehrsdaten. "Hierbei stützt sich das System einerseits auf bereits vorhandene Daten wie beispielsweise Informationen aus Verkehrsleitzentralen, andererseits sollen neue Möglichkeiten zur Datensammlung umgesetzt werden", berichtet Mirjam Kaplow vom ebenfalls am Projekt beteiligten Fraunhofer Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) http://www.first.fraunhofer.de im Gespräch mit pressetext.

Als weitere Quellen sollen unter anderem Induktionsschleifen, Video- sowie Radaranalysen und sogenannte Floating Car Data dienen. "Bei Floating Car Data werden Informationen ausgewertet, die vom Steuerrechner eines Autos kommen - beispielsweise, wenn der Fahrer die Bremse betätigt", erklärt Kaplow. Diese Informationen können über WLAN oder Funk an Empfängereinheiten am Straßenrand gesendet werden. Stellt das System nun fest, dass auf einer Strecke viele Autofahrer zur gleichen Zeit auf die Bremse steigen, so lässt dies auf einen Stau schließen. So liefern die Fahrzeuge selbst Daten zu ihrer Position und zum gegenwärtigen Verkehrsgeschehen. Darüber hinaus sollen auch Daten aus elektronischen Anzeigen an den Autobahnen, etwa den Wechselverkehrszeichen, mit in die Bewertung einbezogen werden.

Um all diese Daten zu vereinheitlichen, muss eine Gesamtarchitektur aufgebaut werden, die in der Lage ist, Verkehrsinformationen aus unterschiedlichen Quellen auszuwerten, zu integrieren und über Mobilfunk zu verbreiten. Zur Übertragung dieser Informationen wird das TPEG-Format (Transport Protocol Expert Group) genutzt. Dabei handelt es sich um einen neuen Standard, der die Dienste über digitalen Rundfunk verbreiten kann. Das Coopers-Projekt wurde 2006 gestartet. Gegen Ende des Jahres wird das System auf Teststrecken, die europaweit zu finden, sind im Echtbetrieb getestet werden können, berichtet Frötscher im Gespräch mit pressetext. In weiteren drei bis fünf Jahren könnte Coopers schließlich auf potenziellen Staustrecken zum Einsatz kommen, um dort die Verkehrssituation durch gezielte Maßnahmen zu steuern. Fahrzeugseitig reicht es bei aktuellen Autos, ein UMTS-Modul zu integrieren, das die Informationen des Bordcomputers an die Coopers-Infrastruktur weitergibt.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.first.fraunhofer.de
http://www.coopers-ip.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wie E-Autos effizient genutzt werden
16.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland
26.09.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

ASEAN Member States discuss the future role of renewable energy

17.10.2017 | Event News

World Health Summit 2017: International experts set the course for the future of Global Health

10.10.2017 | Event News

Climate Engineering Conference 2017 Opens in Berlin

10.10.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik