Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BIBA stellt System zur vollautomatischen Entladung von Paletten auf Logistik-Fachmesse vor

28.09.2009
Aus dem Forschungslabor in die Öffentlichkeit: Bremer Wissenschaftler präsentieren neue Entwicklung "Roboterzelle Light" vom 29. September. bis 1. Oktober 2009 zur "LogIntern" in Nürnberg

Paletten werden von Hand entladen. Das heißt, jedes Paket muss angehoben und danach zumeist auf einem Förderband abgelegt werden - eine schwere Tätigkeit mit belastenden Dreh- und Hubbewegungen. Diese Arbeit kann künftig die "Roboterzelle Light" übernehmen.

Das System wurde am Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen entwickelt und wird nun während Logistikfachmesse "LogIntern" vom 29. September bis 1. Oktober 2009 in Nürnberg vorgestellt (Halle 4A/4A-217).

Von Konsumgütern aus Asien bis hin zu Katalogen und Büchern: Auf Paletten gelieferte Waren müssen in der Regel zunächst einmal ausgepackt und dann entsprechend der Kundenaufträge und Adressaten neu sortiert und weiterverteilt werden. Die Logistiker sprechen hier von Kommissionierung. Eine der wenigen manuellen und vor allem körperlich stark belastenden Tätigkeiten in dieser Prozesskette ist das Entladen von Paletten. "Mit dem neuen System können wir einen weiteren Lückenschluss in der Kette vollziehen", sagt BIBA-Wissenschaftler Dipl.-Wi.-Ing. Kolja Schmidt. Er leitet das von DHL geförderte Projekt.

Gesucht war eine zuverlässig, kompakte, mobile und zudem kostengünstige Lösung. Sie sollte zudem verschiedene Stückgüter flexibel handhaben können. So verzichteten die Forscher weitestgehend auf Sensorik, Software, aufwendige Kinematiken und System-Schnittstellen, und sie wählten eine einfache und robuste Technik. So kann der Depalettierungs-Automat vielfältig, ohne vorherige bauliche Maßnahmen und hohe Rüstzeiten in jedem Betrieb eingesetzt werden. Es ist lediglich eine Stromversorgung (220 Volt/16 Ampere) erforderlich. Die komplette Sicherheitstechnik wie zum Beispiel ein Schutzgitter sind in das System integriert. Dieser Zaun kann auch ein vorhandenes Förderband hinreichend umschließen.

"Wir haben bei der Entwicklung der Roboterzelle Light von Anfang an darauf geachtet, die Konstruktion schlank zu halten und möglichst Bauteile mit
Mehrfachfunktionen zu verwenden - ganz im Sinne der intelligenten Low-Cost-Automation, die sich in der Automobilindustrie seit Langem bewährt", erklärt

Schmidt. "Potenzielle Kunden des Produktes sind alle Anwender, die größere Mengen von Packstücken von Europaletten depalettieren. Das sind in der Regel Fullfilment-Dienstleister, Versandhäuser sowie große und mittelständische Versender."

Ihre Ansprechpartner:

Dipl.-Wi.-Ing. Kolja Schmidt (BIBA)
Telefon: 0421 218-55 83 oder 0179 919 54 07, E-Mail: sdt@biba.uni-bremen.de
M. Sc. Christian Gorldt (BIBA)
Telefon: 0421 218-55 77 oder 0177 412 44 75, E-Mail: gor@biba.uni-bremen.de

Sabine Nollmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.biba.uni-bremen.de
http://www.logintern.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Zurück im Depot: AERO-TRAM schließt Messungen ab
13.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie