Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kommunen starten bundesweites Netzwerk für mehr Radverkehr

27.11.2007
1. Fahrradkommunalkonferenz in Göttingen spricht sich für intensive
Förderung des Radverkehrs aus

Der Fahrradverkehr wird angesichts des Klimawandels zunehmend zu einem bedeutenden Bestandteil der kommunalen, regionalen und nationalen Verkehrspolitik. Die Potenziale des Fahrradverkehrs sind eine Chance für den Klimaschutz, für lebenswerte Städte und Gemeinden, für die Gewährleistung von Mobilität, für Gesundheit und Sport, für Kinder, Jugendliche und Senioren.

"Wir müssen unsere Verkehrspolitik intelligent gestalten und können auf den alten Pfaden nicht weiter gehen", sagte Staatssekretär Ulrich Kasparick vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen am 21.11.2007 in Göttingen bei der ersten bundesweiten Fahrradkommunalkonferenz. Fahrräder seien "Null-Emissions-Fahrzeuge", gut für die Gesundheit und Raum sparend. "Wir brauchen eine Massenbewegung und ein schnelles Kommunikationssystem zwischen allen beteiligten politischen Ebenen", betonte Kasparick. Mit einem Ausbau des Radverkehrs lasse sich viel bewegen, "wenn es systematisch passiert".

Für viele Teilnehmer war die von den drei kommunalen Spitzenverbänden Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Landkreistag gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Göttingen veranstaltete erste Fahrradkommunalkonferenz der Startschuss für eine engere Zusammenarbeit der Kommunen in allen Fragen des Radverkehrs.

"Die Einrichtung der Fahrradakademie war überfällig", brachte es einer der 133 Teilnehmer aus den 85 in Göttingen vertretenen Kommunen Deutschlands auf den Punkt. Städte, Gemeinden und Landkreise verbinden gemeinsame Interessen: Informationsaustausch, bessere Abstimmung von Planungen, gemeinsame Marketingmaßnahmen für das Fahrrad sowie gesicherte und verbesserte Rahmenbedingungen in den Bereichen Finanzierung, Infrastrukturen, Serviceleistungen, Öffentlichkeitsarbeit und Recht.

Ausdrücklich begrüßt wurde, dass der Bund die Fahrradakademie durch seine finanzielle Förderung ermöglicht hat und die Kommunen im Rahmen seiner Zuständigkeiten weiter unterstützen wird. Dabei fördert die Bundesregierung vor allem Radwegebaumaßnahmen in seiner Baulast sowie kommunale Modellprojekte, Forschungsvorhaben und Fortbildungsmaßnahmen.

Unter den präsentierten Kooperationsbeispielen waren die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalen (AGFS), das Radforum Rhein-Main, die "Metropolregion Hannover - Braunschweig - Göttingen" sowie die "Velokonferenz Schweiz", ein Zusammenschluss der kommunalen Velobeauftragten.

Wie groß der Bedarf einer stärkeren Vernetzung der Kommunen auf der nationalen Ebene ist, wurde bei der Diskussion der vorgestellten in- und ausländischen Beispiele deutlich. Bis zur zweiten Fahrradkommunalkonferenz im kommenden Jahr erarbeitet nun nach einem Vorschlag des Göttinger Verkehrsplaners Burkhard Horn - zugleich Moderator der Konferenz und Leiter der Fachkommission "Verkehrsplanung" des Deutschen Städtetages - eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten aus Mitgliedskommunen der drei kommunalen Spitzenverbände ein Konzept, um gemeinsam ein Forum für einen regelmäßigen, organisierten Meinungsaustausch und die Entwicklung kommunalpolitischer Forderungen zum Radverkehr zu schaffen und die Spitzenverbände bei der Interessenvertretung im Bereich der Radverkehrsförderung zu unterstützen.

Weitere Informationen
Dipl.-Volksw. Tilman Bracher
Telefon: 030/39001-260
E-Mail: bracher@difu.de
Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Rechtsträger ist der Verein für Kommunalwissenschaften e.V., der zur Sicherung und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch Förderung der Kommunalwissenschaften gegründet wurde.
Pressekontakte:
Sybille Wenke-Thiem
Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Ernst-Reuter-Haus
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin
S-Bahn: Tiergarten
E-Mail: wenke-thiem@difu.de
Internet: www.difu.de
Telefon: 030/39001-209/-208
Telefax: 030/39001-130

Sybille Wenke-Thiem | idw
Weitere Informationen:
http://www.difu.de/
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/fahrradakademie/konzept/index.phtml

Weitere Berichte zu: Difu Fahrradakademie Fahrradkommunalkonferenz Radverkehr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht aCar - Der elektrische „Alleskönner“
21.08.2017 | Technische Universität München

nachricht Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
21.08.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie