Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das "Zukunftsprogramm Mobilität" ist die Grundlage für eine vorausschauende Verkehrs- und Infrastrukturpolitik

29.04.2002


"Die Sicherung eines leistungsfähigen Verkehrssystems ist ein entscheidender Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland." Dies sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig anlässlich der Eröffnung der "Posttage" am Montag in Bonn. Die "Posttage" stehen in diesem Jahr unter dem Motto "In der Logistik liegt die Zukunft".

"Mobilität beginnt im Kopf", betonte Bodewig. Dazu seien mehrere Voraussetzungen notwendig.

  • Durch den Konsolidierungskurs der Bundesregierung und die dadurch entstandenen Spielräume konnte der Investitionsanteil des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen von 45 Prozent im Jahr 1998 auf 51 Prozent in diesem Jahr erhöht werden.
  • Die Lkw-Maut, private Betreibermodelle und die Finanzierungsgesellschaft für Verkehrsinfrastruktur sind neue, innovative Instrumente, mit denen die Investitionen des Bundes deutlich verstärkt werden.
  • Mobilität braucht nicht nur neue Verkehrswege, Mobilität braucht auch die intelligente Vernetzung der Verkehrträger.
  • Infrastrukturpolitik muss an den Zukunftsprognosen und an der langfristigen Verträglichkeit orientiert werden. Politik für die Mobilität der Zukunft ist vorausschauende Politik. Sie braucht langfristige strategische Orientierung und Planungssicherheit.

Kurt Bodewig wies in diesem Zusammenhang auf das Zukunftsprogramm Mobilität hin, das die Bundesregierung in der nächsten Legislaturperiode starten werde. Es habe ein Gesamtvolumen von über 90 Milliarden Euro und werde bis zum Ablauf des Jahrzehnts realisiert werden. "In solchen Zeiträumen ist bisher nicht konkret geplant worden. Wir tun es, weil wir sagen: Infrastrukturpolitik ist weit vorausblickende Zukunftssicherung", stellte der Minister heraus. Als zentrale Punkte des Programms nannte er:

  • Stärkung der deutschen Seehafenstandorte durch den gezielten Ausbau wichtiger Zulaufstrecken.
  • Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland: Das Flughafenkonzept der Bundesregierung setzt Eckpunkte für eine bedarfsgerechte Kapazitätsausweitung und für eine bessere Anbindung der Flughäfen an das Schienennetz.
  • Verknüpfung der Verkehrsträger Straße und Schiene: Die Schnittstellen zwischen Straße und Schiene werden gestärkt. Terminals des Kombinierten Verkehrs (KV) spielen hier eine besondere Rolle. Die Bundesregierung fördert den KV mit mehr als 76 Millionen Euro allein in diesem Jahr. Im Jahr 1998 waren es nur 15 Millionen. Gleichzeitig werden die Investitionen in die Schiene in diesem Jahr auf annähernd gleiche Höhe wie die für die Straße gebracht, mit rund 4,5 Milliarden Euro auf Rekordhöhe.
  • Stärkung des Wettbewerbs auf der Schiene: Durch Sicherstellung des diskriminierungsfreien Netzzuganges werden in Zukunft verstärkt Dritte ihre Verkehrsleistungen auf der Schiene anbieten können.
  • Beseitigung von Staus: Die Engpassbeseitigung auf den Verkehrswegen ist von höchster ökonomischer Bedeutung. Dazu werden insgesamt 1.100 km Autobahn auf sechs Spuren verbreitert, 300 Ortsumgehungen beschleunigt finanziert, Langsamfahrstellen im Schienennetz beseitigt und Wasserstraßen ökologisch behutsam ausbaut.
  • Einsatz moderner Verkehrstechnologien: Das gilt zum Beispiel für das Zukunftsprojekt Transrapid und den Einsatz der Telematik im Verkehr.

| BMVBW

Weitere Berichte zu: Schiene Schienennetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Neues Prüffeld für Fahrzeugtechnik, Elektromobilität und vernetztes Fahren
18.12.2017 | Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

nachricht Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten
08.12.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics