Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Projekt Single European Sky

01.11.2007
Zukunft der europäischen Flugsicherung von Studententeam der Verkehrswissenschaften der TUD untersucht

Ein kleines Wagnis war es und eine Neuerung: das Institut für Luftfahrt und Logistik hat vierzehn Studenten des achten Semesters ermutigt, in Eigenregie verschiedene Teilaspekte des von der Europäischen Union geförderten Projekts eines einheitlichen europäischen Luftraums ("Single European Sky") einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Themen des Projekts waren dabei so angelegt, dass künftige Studien- und Diplomarbeiten der Teilnehmer daran andocken können; entsprechend waren die Nachfrage und die Motivation der Projektteilnehmer.

"Single European Sky" - das ist ein Programm zur Verbesserung der bestehenden Flugsicherungsstrukturen im europäischen Raum. Diese sind bisher national geprägt; die Flugsicherungen überwachen im wesentlichen den Luftraum des jeweiligen Landes. Das führt dazu, dass beispielsweise aufgrund kleinerer Länder die Luftraumstruktur nicht optimal ausgebaut ist; Luftstraßen müssen nationale Grenzen berücksichtigen, anstatt sich allein an operativen Notwendigkeiten des Luftverkehrs zu orientieren. Hier setzt das länderübergreifende SESAR-Programm an ("Single European Sky Air Traffic Management Research"), welches das europäische Flugsicherungssystem durch internationale Kooperationen vereinfachen und somit rentabler und attraktiver machen soll.

Das Dresdner Studententeam analysierte nun unter Leitung von Institutsmitarbeitern und einem Vertreter der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) die Forschungsstrategie des SESAR-Programms. Ein Semester lang bearbeiteten sie in engem Kontakt mit der Flugsicherung das umfangreiche Strategiepapier, diskutierten Ausrichtung und Zielstellungen des Programms. In vier verschiedenen Teilprojekten untersuchten sie die wesentlichen Kernelemente des SESAR-Konzeptes, so etwa integrierte Flugplanungsprozesse der Zukunft ("Business Trajectory"): Die Wünsche der Fluggesellschaften sollen in Zukunft verstärkt bei der Nutzung des Luftraums berücksichtigt, die einzelnen Prozesse auf Flughäfen sollen besser koordiniert werden. Aber auch die Frage, ob es sinnvoll ist, bestimmte Kurzstreckenflüge lieber auf die Schiene zu verlagern, und welche Konsequenzen mit dieser Entscheidung verbunden sind, untersuchten die Studenten.

Auf dem 2. Dresdner Luft- und Raumfahrttag am 2. November will das Team seine umfangreiche Analyse des SESAR-Programms nun erstmals dem Fachpublikum vorstellen.

Interessierte Journalisten sind dazu am 2. November, ab 10 Uhr, HSZ, Bergstr. 64, HS 04, herzlich eingeladen.

http://www.tu-dresden.de/uzlr/english/termine.htm.

Weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Thomas Günther, Tel. 0351 463-36740
E-Mail: guenther@ifl.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/
http://www.tu-dresden.de/uzlr/english/termine.htm

Weitere Berichte zu: Flugsicherung Luft- und Raumfahrt SESAR-Programm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung