Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen untersucht bundesweit einheitlichen elektronischen Fahrschein

11.04.2002


Infineon Technologies liefert Know-how für die Fahrscheine der Zukunft

Jeden Tag nutzen in Deutschland rund 25 Millionen Fahrgäste öffentliche Verkehrsmittel; etwa neun Milliarden im Jahr. Zusammen mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) arbeiten die High-Tech-Spezialisten von Infineon und andere bekannte Industrieunternehmen an einem technischen Standard zur bundesweiten Einführung eines einheitlichen elektronischen Fahrscheins. Mitte 2003 wollen die Kooperationspartner eine einheitliche Lösung für Kauf und Nutzung elektronischer Fahrscheine im öffentlichen Personenverkehr vorstellen. Erste groß angelegte Pilotprojekte, in denen sich E-Ticket-Prototypen und die neue Infrastruktur beweisen, sollen dann in den Großräumen Berlin und Dresden starten.

Weltweit ambitioniertestes Chipkartenprojekt im öffentlichen Nahverkehr

Passagiere könnten ihre einmal erworbenen elektronischen Fahrausweise überall in Deutschland benutzen. Außerdem sollen die Fahrgäste die E-Tickets bei jedem der rund 530 Verkehrsunternehmen bundesweit auf dieselbe Art kaufen und nutzen können – egal ob in München, Berlin oder Dresden. Nur ein von allen Beteiligten anerkannter Standard für die technische Umsetzung kann die Brücke zwischen den heute unterschiedlichen Tarifsystem-Welten der unabhängigen Verkehrsunternehmen schlagen.

Infineon liefert als alleiniger Vertreter der Halbleiterbranche in diesem Projekt das Know-how zur Chiptechnologie für die angedachte chipbasierte Lösung. Zur kontaktlosen Datenübertragung kommunizieren ein Lesegerät und der Chip im elektronischen Fahrschein elektro-magnetisch im Vorbeigehen. Die Chips sorgen dafür, dass die Übermittlung der Daten zuverlässig und schnell erfolgt, auch wenn in Stoßzeiten mehrere Tickets gleichzeitig zu entwerten sind. Die Entscheidung darüber, wie der elektronische Fahrschein letztendlich aussehen wird, steht jedem Verkehrsunternehmen offen. Durch die Chiptechnologie ist das E-Ticket als Chipkarte ebenso denkbar wie beispielsweise als Bestandteil einer Armbanduhr oder als Schlüsselanhänger.

Grundsätzlich kann ein solches System außerdem eine automatische Fahrpreisfindung ermöglichen: Wo auch immer der Fahrgast das elektronische Ticket benutzt, wird automatisch nur die tatsächlich abgefahrene Strecke in Rechnung gestellt.

Der VDV arbeitet bei der Standardisierung neben Infineon mit den Industriepartnern Card.etc, Cubic, Deutsche Bank, ERG, Guardeonic Solutions, Siemens, T-Systems und dem Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme der Fraunhofer Gesellschaft zusammen.

Einheitliche Lösung für ganz Europa möglich

In erster Linie soll durch den Standard für den elektronischen Fahrschein die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für den Kunden einfacher und bequemer werden. „Das Standardisierungsvorhaben im öffentlichen Nahverkehr soll bei der Entscheidung auf bewährte und zuverlässige Technologien zurückgreifen“, beschreibt Ingo Susemihl, Leiter des Contactless Systems bei Infineon Technologies den Kernpunkt des E-Ticket-Konzepts. „Die Projektpartner haben bei diesem Vorhaben die einmalige Chance, eine Grundlage für ähnliche Projekte in ganz Europa zu schaffen.”

Eine umfassende Bewährungsprobe könnte der bundesweit einheitliche elektronische Fahrschein übrigens im Jahre 2006 bestehen: Denn dann richten mehrere Großstädte in Deutschland die Fußballweltmeisterschaft aus. Und egal in welcher Stadt ein Spiel stattfindet – die Fans können bequem und einfach mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu den Stadien kommen, ohne sich mit regional unterschiedlichen Tarifsystemen auseinander setzen zu müssen.

Über Infineon

Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Anwendungen in der drahtgebundenen und mobilen Kommunikation, für Sicherheits systeme und Chipkarten, für die Automobil- und Industrieelektronik, sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 33.800 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2001 (Ende September) einen Umsatz von 5,67 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol „IFX“ notiert.

Monika Sonntag | Newsroom
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com/

Weitere Berichte zu: VDV Verkehrsmittel Verkehrsunternehmen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten
08.12.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?
24.11.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Brände die Tundra langfristig verändern

12.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen

12.12.2017 | Medizin Gesundheit