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Höheres Unfallrisiko für schwarze Fahrzeuge bewiesen

10.07.2007
Neue Untersuchungen australischer Wissenschaftler belegen die allgemeine Annahme, dass schwarze Autos eher in Unfälle verwickelt werden. Die Studie, die sich dem Zusammenhang zwischen Fahrzeugfarbe und der Sicherheit im Straßenverkehr widmete, wurde vom Monash University Accident Research Centre in Melbourne durchgeführt.

Verglichen mit weißen Fahrzeugen, haben schwarze Fahrzeuge ein um zwölf Prozent höheres Risiko, in Unfälle verwickelt zu werden, dicht gefolgt von grauen bzw. silberfarbenen Autos, bei denen laut Studie ein um elf bzw. zehn Prozent höheres Risiko besteht. Rot und blau folgen mit einer um sieben Prozent höheren Unfallgefahr. Bei Fahrzeugen mit helleren Farben, wie creme, gelb oder beige, ist das Unfallrisiko ähnlich dem weißer Autos - es wurde jedoch keine Fahrzeugfarbe ermittelt, die sicherer ist als weiß.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler Unfälle zwischen 1987 und 2004, die sich in den australischen Bundesstaaten Victoria und Western Australia ereignet haben. Damit ist die Studie eine der umfangreichsten ihrer Art zu dem Thema. "Frühere internationale Studien haben Fahrzeug-Sichtbarkeit und Farbe untersucht, dabei aber andere Faktoren, die ebenfalls das Unfallrisiko beeinflussen könnten, wie zum Beispiel das Fahreralter, nicht umfassend genug berücksichtigt", erläutert der Leiter der Studie Dr. Stuart Newstead.

Laut Dr. Newstead beweisen die Ergebnisse der nun vorliegenden Studie eindeutig, dass weiße Autos bei allen Lichtbedingungen mit dem niedrigsten Unfallrisiko behaftet sind. Umgekehrt zeigten Autos mit dunkleren Farben und Farben mit niedrigem Kontrast zum Fahrumfeld, wie silber, grau, grün, rot, blau und schwarz, ein höheres Unfallrisiko - insbesondere bei Tageslicht. Der Zusammenhang zwischen der Fahrzeugfarbe und dem Unfallrisiko ist in der Nacht und bei Dämmerung deutlich schwächer. Die Verwendung von Fahrzeugbeleuchtung schwächt bei diesen Umweltbedingungen die Bedeutung der Fahrzeugfarbe ab.

Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
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10117 Berlin
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Tel.: 030-20 96 29 593
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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