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Innovatives Binnentankschiff in Haren/Ems getauft

01.06.2007
Astrid Klug: „Futura“-Tanker bringt notwendige Modernisierung der Binnenschiffsflotte voran

Im Zuge des Klimaschutzes werden auch im Schiffsbau innovative Konzepte zur Reduktion der CO2-Emissionen verwirklicht. In Haren an der Ems gab die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug heute einem emissionsarmen und flussverträglichen Binnentankschiff die Schiffstaufe.

Den Bau des nach dem sogenannten „Futura“-Konzept konstruierten Tankers hatte das Bundesumweltministerium mit 1,6 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm unterstützt. „Der ‚Futura’-Tanker bietet überzeugende Lösungen für Luftreinhaltung, Flussverträglichkeit und Unfallverhütung in der Binnenschifffahrt. Er zeigt beispielhaft, wie die notwendige Flottenmodernisierung vorangebracht und das Binnenschiff seinem Ruf als umweltfreundlicher Verkehrsträger wieder gerecht werden kann“, sagte Klug.

Das „Futura“-Konzept – entwickelt von der Kieler Firma New Logistics – ist eine Art innovatives Schiffs-Baukastenprinzip, das dem jeweiligen Einsatzzweck der Schiffe angepasst werden kann. So wurden neben dem „Futura-Tanker“bereits ein Erzfrachter sowie das ebenfalls vom Bundesumweltministerium geförderte besonders umweltfreundliche Küstenmotorschiff „Futura Carrier“ fertig gestellt.

Gemeinsam ist den „Futura“-Schiffen, dass sie besonders flussverträglich sind. Sie demonstrieren, wie Schiffe den Flüssen anzupassen sind statt umgekehrt. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch eine besondere Manövrierfähigkeit dank ihres Vier-Motoren-Konzepts aus. Das verringert die Wellenbildung und schont die Ufer. Durch eine Luftfilmschmierung wird zudem eine Treibstoffersparnis erwartet. Tanker und Carrier sind darüber hinaus mit moderner Abgasreinigungstechnik wie Rußpartikelfilter und Stickoxidminderungstechnik ausgestattet. Sie schließen in punkto Luftreinhaltung damit zu modernen LKW-Standards auf. Der Ausstoß gesundheitsgefährdender Feinstaubpartikel wird nahezu vollständig, der von Stickoxiden um bis zu 70 Prozent reduziert. Der Tanker wird außerdem künftig ausschließlich schwefelfreien Schiffsdiesel tanken. Damit trägt er zusätzlich zur notwendigen Verbesserung der Luftqualität auch in Binnenhäfen bei.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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