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Mehr Sicherheit bei Gefahr- und Wertguttransporten

25.02.2002


Ein neues EU-Forschungsprojekt befasst sich mit der Siche-rung und Sendungsverfolgung von Gefahr- und Wertguttrans-porten in ganz Europa. Dazu entwickelt das Konsortium von Asset Surveillance And Protection (ASAP) binnen zwei Jahren eine Lösung zur Überwachung — online und in Echtzeit. Der Logistik-Software-Experte im Team ist die PTV AG, Karlsruhe, die ein GeoInformationssystem für das Projekt realisiert. Das Konsortium besteht aus Spediteuren, Logistik- und Verkehrs-experten sowie Technologieentwicklern. Projektleiter ist die israelische Firma Nexus Telocations Systems Ltd.

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Ziel des im 5. Rahmenprogramm der EU geförderten Forschungs-projekts ist die Entwicklung, der Test und die Evaluierung einer Lösung zur Sicherung und Sendungsverfolgung von Gefahr- und Wertguttransporten. Die EU fördert das Projekt etwa zur Hälfte mit 2.820.500 Euro. Die Laufzeit beträgt 24 Monate.


Transparenz im Transportprozess


ASAP ist für den gesamten Markt des Frachtenmanagements von Nutzen. Eine beträchtliche Anzahl wertvoller Güter wird auf der Straße und zum Teil auch intermodal, also durch Nutzung alterna-tiver Verkehrsträger (Schiene, Wasserweg), befördert. Dabei gibt es Frachttransporte, die bis zu mehreren Monaten unterwegs sind. Gerade bei intermodalen Transporten kann die Ankunftszeit manchmal nur grob geschätzt werden. Ursache dafür sind Staus, schlechtes Wetter oder andere unvorhersehbare Ereignisse. Zu-sätzlich erschwert fehlende Transparenz einen effizienteren Transport, der durch die Optimierung einzelner Prozesse erreicht werden kann. Ein verhältnismäßig hoher Prozentsatz der Frachten wird während des Transports beschädigt oder geht im schlimmsten Fall sogar verloren. Besonders problematisch, wenn es sich um Güter handelt, die bei Beschädigung des Transportbehälters eine Gefahr für die Umwelt werden.


ASAP erarbeitet eine Lösung, die den hohen Anforderungen in Bezug auf Transparenz und Sicherheit während des Transports gerecht wird. Ziel ist eine möglichst energiesparende, kostengüns-tige und langlebige Lösung zur Sendungsverfolgung, die weder auf dem Mobilfunkstandard GSM noch auf GPS basiert.


Schnittstelle zu ITS
Das ASAP Konsortium besteht aus Spediteuren, Logistik- und Verkehrsexperten sowie Technologieentwicklern. Die Spediteure und Logistikexperten definieren die Anforderungen aus Sicht der Benutzer. Zudem testen und evaluieren sie das Demonstrations-system, das in den Niederlanden implementiert wird. Die Logistik-experten konzipieren eine Schnittstelle zu dem auf europäischer Ebene entstehenden Intelligent Transport System (ITS). Die Tech-nologieentwickler stellen die Endgeräte, das benötigte Netzwerk und eine verteilte Informationsdatenbank bereit.


Die PTV realisiert im Rahmen dieses Projekts ein GIS (geographi-sches Informationssystem), das die bevorzugten Routen für Ge-fahr- und Wertguttransporte darstellt und analysiert. Außerdem wird mit dessen Hilfe die neue Infrastruktur des Kommunikations-netzwerks geplant. Darüber hinaus entwickelt das Karlsruher Soft-wareunternehmen Informationsschnittstellen für die mobilen Be-nutzer des geplanten Tracking & Tracing-Systems. Das ist außer für den Spediteur auch für den Kunden interessant, der eine Liefe-rung erwartet, und sich per PDA oder Handy in Echtzeit über den Status der Sendung informiert.


Europaweit von Vorteil
Von dem intelligenten Gesamtsystem profitieren außer Sender, Transporteur und Empfänger aber auch weitere Beteiligte. Infra-strukturelle Betreiber von Tunneln oder Brücken beispielsweise können dank ASAP künftig bei Gefahrguttransporten rechtzeitig vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.


Shlomo Sadow, Geschäftsführer und CEO der Firma Nexus Telo-cation, freut sich mit seinen Partnern über die Bewilligung des Pro-jekts. Er sieht darin eine Möglichkeit, mit ASAP dringenden Anfor-derungen des europäischen Logistik- und Transportmarkts zu ent-sprechen. Von der Marktfähigkeit ist er schon jetzt überzeugt: “Die Kenntnisse des europäischen und pan-europäischen Markts der einzelnen Partner werden dem entstehenden Produkt dazu verhel-fen, nach Abschluss des Projekts erfolgreich vermarktet zu wer-den. Das bringt sowohl den beteiligten Projektpartnern, als auch der EU einen erheblichen Nutzen.”


Außer Nexus Telocations Systems und PTV gehören die drei nie-derländischen Firmen Callmax B.V., Versteijnen International Transportbedrijf B.V. und Eurobrom B.V. sowie Compagnie d’Affretement et de Transport (Frankreich), SchlumbergerSema (Spanien), Centrum Dopravniho Vyzkumu (Tschechische Republik) und Art of Technology (Schweiz) zum ASAP-Konsortium.

Kristina Stifter | Pressemitteilung

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