Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Camcopter: Unbemannte Drohne unterstützt Grenzpolizei

04.10.2006
Erfolgreicher Testbetrieb an österreichischer Staatsgrenze

Die unbemannte Drohne des österreichischen Unternehmens Schiebel, der Camcopter, hat die offizielle Testphase zur Grenzüberwachung an der österreichischen Staatsgrenze zur Slowakei erfolgreich bestanden. Der Testbetrieb sei vom Bundesministerium für Inneres positiv bewertet worden, berichtet Schiebel in einer entsprechenden Aussendung. Zwischen 18. und 28. September wurden insgesamt 13 Nachtflüge absolviert, davon neun Routineeinsätze.


Foto: schiebel.net

"Es war das erste Mal, dass ein unbemannter Flugkörper im Echteinsatz an einer Schengenaußengrenze in Betrieb war", erklärt Schiebel-Chef Hans Georg Schiebel im Gespräch mit pressetext. "Die ersten Tage waren sehr interessant, da sich alle Beteiligten noch in der Eingewöhnungsphase befunden haben. Insgesamt sind alle Flüge äußerst erfolgreich verlaufen, die Technik hat bestens funktioniert und wir sind sehr zufrieden mit unserem Camcopter", führt Schiebel aus.

Der Testbetrieb wurde jede Nacht zwischen 21 und 5 Uhr durchgeführt und umfasste ein Fluggebiet von rund 70 Kilometern Länge. Dabei wurde die unbemannte Drohne wie ein bemanntes Flugzeug nach allen Regeln der internationalen Zivilluftfahrt betrieben. Als Piloten waren zwei Operator von Schiebel und einer von der Grenzpolizei im Einsatz. "Der Camcopter sendete mit Hilfe der an Bord befindlichen, hochauflösenden und frei beweglichen Infrarot-Kamera aus ungefähr 300 Metern Flughöhe während der Nacht äußerst präzise Bilder an die am Boden stationierten Einsatzkräfte zur Aufgreifung illegaler Migranten", erklärt Schiebel den Einsatz.

... mehr zu:
»Camcopter »Drohne »Grenzpolizei

Der Camcopter wurde erstmals mit Hilfe einer temporären Erprobungsbewilligung der Austro Control in den zivilen Luftraum integriert. Aufgrund der automatischen, nicht ferngesteuerten Flugnavigation flog die Drohne anhand vorprogrammierter Wegpunkte auf GPS-Basis ausschließlich über unbebautes Gebiet. Somit wurden auch die auf dem Weg des Camcopters befindlichen Naturschutzgebiete vermieden. Insgesamt wurden knapp 15 Stunden Flugzeit absolviert, der längste Flug hatte eine Dauer von zwei Stunden und zwölf Minuten.

Von dem positiven Abschneiden erhofft sich Schiebel weiteren Aufschwung. Zu Testbeginn hatte Innenministerin Liese Prokop angekündigt, dass sie sich nach einer erfolgreichen Testphase einen weiteren Einsatz im Rahmen der Grenzpolizei vorstellen könne. "Innenministerin Prokop zeigte Innovationsgeist", lobt Schiebel, der nun guter Dinge für weitere Kooperationen ist. Der Camcopter könnte nicht nur für die Grenzsicherung, sondern auch bei Suchaktionen und Observationen Verwendung finden. Weiters gilt er laut Prokop als mögliches Einsatzmittel bei der Fußball-EM 2008.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.schiebel.net

Weitere Berichte zu: Camcopter Drohne Grenzpolizei

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Fit2Load – umweltfreundliches Mobilitätskonzept für Filiallieferverkehr
15.02.2018 | Fachhochschule Bielefeld

nachricht Lösungen für die begrenzte Reichweite von Elektrobussen
02.02.2018 | Universität zu Lübeck

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics