Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bodewig: Transrapidprojekte in Bayern und NRW technisch, betrieblich und wirtschaftlich machbar

21.01.2002


Die Magnetschwebebahnprojekte in Bayern und Nordrhein-Westfalen sind technisch, betrieblich und wirtschaftlich machbar. Zu diesem Ergebnis kommt die vertiefende Machbarkeitsstudie mit integrierter Umweltverträglichkeitsstudie, die der Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen Kurt Bodewig am Montag in Berlin vorstellte. Nach einem Jahr Untersuchung kamen die zwölf Gutachterfirmen zu den Ergebnissen, dass:

  • die 78,9 Kilometer lange Metrorapid-Strecke zwischen Düsseldorf und Dortmund 3,2 Milliarden Euro kosten werde,
  • die 36,8 Kilometer lange Verbindung zwischen München Hauptbahnhof und München Flughafen 1,6 Milliarden Euro kosten werde,
  • die gesamtwirtschaftliche Bewertung für beide Projekte annähernd gleiche positive Nutzen-Kosten-Verhältnisse ergeben habe, die deutlich über eins liegen.

"Die Magnetschwebetechnik ist ein Stück High-Tech made in Germany. In ähnlich fortgeschrittener Form hat diese Verkehrstechnologie noch keine Konkurrenz in der Welt. Daher ist sie hervorragend dazu geeignet im In- und Ausland zu einem Symbol für die Leistungsfähigkeit des Industrie- und Technologiestandortes Deutschland zu werden," sagte Bodewig bei der Übergabe der Studie.

Insgesamt kostete die Studie rund 10 Millionen Euro. Sie wurde von der Planungsgemeinschaft Metrorapid-Transrapid erstellt. Beide Projekte wurden nach gleichen Kriterien unter Mithilfe der Länder bewertet.

"Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat gezeigt, dass für beide Projekte öffentliche Zuschüsse notwendig sind", sagte Bodewig. Mit der Studie hätten der Bund und die Länder eine Entscheidungsgrundlage. Die Leitung seines Ministeriums werde nun zeitnah intern eine finanz- und verkehrspolitische Bewertung der Projekte vornehmen und mit den Ländern Verhandlungen aufnehmen. Erst daran anschließend könne die Finanzierung durch Bund und Länder konkretisiert werden und über eine mögliche Verteilung der Bundesmittel für die Magnetschwebebahn entschieden werden.

Im Februar 2000 hatten sich die Partner des Projektes Magnetschnellbahn (Industrie, DB AG und der Bund) bei der Aufgabe des Projektes Hamburg-Berlin darauf geeinigt, es müsse zu einer kommerziellen Anwendung dieser Technologie in Deutschland kommen. Im Rahmen einer Vorstudie wurden fünf Alternativstrecken untersucht. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde am 27. Oktober 2000 entschieden, die beiden Strecken München Hauptbahnhof - München Flughafen und Düsseldorf Hauptbahnhof - Dortmund Hauptbahnhof einer vertiefenden Machbarkeitsstudie und einer integrierten Umweltverträglichkeitsuntersuchung zu unterziehen.

| Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.bmvbw.de/Anlage7712/Machbarkeitsstudie_fuer_Magnetschnellbahnstrecken_in_Bayern_und_NRW.pdf

Weitere Berichte zu: Transrapidprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen