Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitales Graffiti sorgt für sauberen Durchblick

27.09.2006
Piloten finden am Boden mit neuer Siemens-Lösung besser den Weg

Bunte Sprühereien an Brücken und Häuserwänden sind selten beliebt - an Flughäfen aber könnte elektronisches Graffiti bald zur willkommenen Orientierungshilfe werden. Siemens hat jetzt zusammen mit der Deutschen Flugsicherung GmbH am Flughafen Hannover erfolgreich eine Lösung getestet, die Piloten die Navigation am Boden erleichtert und den Lotsen im Tower die Überwachung: Dabei hängen Mobilfunk-Nachrichten als elektronische Wegweiser quasi in der Luft.


In der Luft kennen Piloten jederzeit ihre genaue Flugroute. Am Boden wird das schon schwieriger. Um die vorgesehene Parkposition zu finden, ist die Crew auf Schilder, Bodenbefeuerung, Papierlagepläne, Radar oder Anweisungen des Towers angewiesen. Radar kann die eigene Position aber nicht immer ohne großen Aufwand metergenau bestimmen, der Funk ist oft überlastet, Nacht und Nebel, unübersichtliche Verkehrsführung oder die schiere Größe eines Flughafens können die Orientierung erschweren.

Die neue Lösung "Digital Graffiti" von Siemens Business Services und Siemens Corporate Technology kann Abhilfe schaffen. Dafür nutzt Siemens die technische Möglichkeit, Mobilfunk-Nachrichten für definierte Empfänger an bestimmten Orten zu hinterlegen und regelrecht "in die Luft zu hängen". Die Nachricht wird dem betreffenden Empfänger erst dann zugestellt, wenn er den definierten Ort erreicht. Auf den Flugverkehr übertragen funktioniert das so: Beim Landeanflug auf den Flughafen oder auf dem Rollfeld schnappt die Maschine den laufend aktualisierten Plan des Flughafens auf. Er beinhaltet die vorgesehene Parkposition und den entsprechend gekennzeichneten Rollweg inklusive aller Baustellen und Sperrungen. Auf einem Bildschirm im Cockpit erscheint der digitale Anfahrtsplan, dem die Besatzung nur noch folgen muss. Natürlich funktioniert das System auch in die andere Richtung - also von der Abstellposition zur Startbahn.

... mehr zu:
»Bodenradar »Graffiti

Das System kann in einigen Fällen deutlich genauer als herkömmliches Bodenradar sein, denn einmal pro Sekunde meldet der GPS-Empfänger aus dem Flugzeug seine Position an den Tower des Flughafens, von wo die aktuelle Position der Maschine bis auf wenige Meter genau verfolgt werden kann . Mit der Lösung kommen die Maschinen und Passagiere nicht nur schneller ans Gate, sondern: Flughäfen und Flugsicherung könnten nach Umstellung auf die neue Lösung langfristig auf teure Ausrüstung wie Bodenradar, Sensoren und entsprechende Empfangsanlagen verzichten. Besonders profitieren könnten Flughäfen, die noch keine Technik zur Bodenüberwachung angeschafft haben.

Siemens Business Services ist ein international führender IT-Service-Anbieter. Der Siemens-Bereich bietet Leistungen entlang der gesamten Wertkette - vom Consulting über die Systemintegration bis zum Management von IT-Infrastrukturen. Mit umfassendem Know-how und spezifischem Branchenwissen schafft das Unternehmen messbaren Mehrwert für seine Kunden. Beim Outsourcing zählt Siemens Business Services zu den Top-ten-Anbietern weltweit. Im vergangenen Geschäftsjahr (30. September 2005) erwirtschaftete der Bereich mit etwa 39.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 5,4 Mrd. EUR - 75 Prozent davon wurden außerhalb des Siemens-Konzerns erzielt.

Siemens AG
Corporate Communications
80312 München
Informationsnummer: SBS 270906.38d
Presseabteilung Siemens Business Services
Jörn Roggenbuck
81730 München
Tel.: +49-89 636-43734;
Fax: -42162
E-Mail: joern.roggenbuck@siemens.com

Jörn Roggenbuck | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/sbs

Weitere Berichte zu: Bodenradar Graffiti

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht aCar - Der elektrische „Alleskönner“
21.08.2017 | Technische Universität München

nachricht Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
21.08.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen