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Neue Akzente für die Förderung des Fahrradverkehrs

18.12.2001


"Mit der Verdoppelung der Finanzmittel für Bau und Unterhaltung von Radwegen an Bundesstraßen werden wir im kommenden Jahr für den Ausbau des Wegenetzes neue Akzente setzen", erklärte Bundesminister Kurt Bodewig am Montag in einem Gespräch mit dem Bundesvorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Wolfgang Grosse. Gemeinsam mit den Bundesländern und den Kommunen müsse jetzt ein Programm zur Schließung von Lücken im bestehenden überregionalen Radwegenetz aufgestellt werden. Dabei hoffe er auf Unterstützung durch den ADFC und seine Mitglieder.

"Das Fahrrad muss integrierter Bestandteil einer Verkehrspolitik sein, die dem Leitbild der nachhaltigen Mobilität verpflichtet ist. Diese Aufgabe können Bund, Länder und Gemeinden nur gemeinsam lösen", hob Bodewig hervor und verwies auf das Projekt eines "Nationalen Radverkehrsplans", mit dem ein breiter gesellschaftlicher Dialog über neue Wege und Umsetzungsstrategien zur Radverkehrsförderung initiiert werden solle. Ziel sei es, das Fahrrad im Alltag, in der Freizeit und im Urlaub "neu" zu entdecken, damit es häufiger als bisher genutzt werde. "Dies entlastet unsere Innenstädte, trägt zu einem wirkungsvollen Klimaschutz bei, macht Spaß und ist außerdem gesund", betonte Bodewig.

Wenngleich die Hauptverantwortung für die Förderung des Fahrradverkehrs bei den regionalen und kommunalen Instanzen liege, so werde auch der Bund seine Kompetenzen aktiv wahrnehmen und seinen Gestaltungsspielraum nutzen. Neben der Investitionspolitik nannte der Minister die Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen mit dem Ziel, die Leichtigkeit und die Verkehrssicherheit des Fahrradverkehrs zu verbessern.

In Deutschland werden gegenwärtig rund 12 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das sind im Jahresdurchschnitt rund 300 Kilometer je Einwohner. Damit seien jedoch die Potenziale des Fahrradverkehrs, dessen Vorzüge als Verkehrsmittel vor allem im Kurzstreckenbereich bis zu etwa fünf Kilometer liegen, bei weitem nicht ausgeschöpft. Dies zeigten Beispiele aus europäischen Nachbarstaaten. In den Niederlanden liege z.B. der Radverkehrsanteil landesweit bei rund 27 Prozent, in einigen Städten sogar bei 40 Prozent.

Die für 2002 im Bundesfernstraßenhaushalt vorgesehenen Finanzmittel in Höhe von 100 Millionen Euro stellen gegenüber den bisherigen Ausgaben von ca. 100 Millionen Mark in den Vorjahren etwa eine Verdoppelung dar. Die Länge der Radwege an Bundesstrassen beträgt gegenwärtig etwa 15.000 Kilometer. In den letzten Jahren wurden jährlich mehr als 300 Kilometer Radwege an Bundesstraßen gebaut.

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