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Ladungssicherung mit Brief und Siegel

05.11.2001


Ein neuartiges Siegel für Ladungssicherung haben die Sachverständigen von DEKRA beim 2. DEKRA Symposium "Ladungssicherung im Straßengüterverkehr" in Neumünster vorgestellt. Das DEKRA Ladungssicherungssiegel schafft Klarheit, ob eine Kombination von Fahrzeug, Ladungssicherungsmitteln und Ladung die Anforderungen der einschlägigen Richtlinien erfüllt und ohne Risiko im Straßenverkehr eingesetzt werden kann.

Aufgrund des speziellen Verhaltens mancher Güter, Fahrzeugaufbauten und Ladungssicherungseinheiten ist eine rein rechnerische Bestimmung der Ladungssicherungskräfte oft nicht möglich. Erst Versuche zum Verhalten bestimmter Ladungsarten und Sicherungsmittel ermöglichen es, die Eignung des festen und beweglichen Fahrzeugaufbaus zur formschlüssigen Ladungssicherung nachzuweisen.

"Mit dem Ladungssicherungssiegel geben wir der Transportwirtschaft ein wichtiges Instrument an die Hand", betont Martin Kugele, Experte für Ladungssicherung in der DEKRA Zentrale in Stuttgart. "Das Siegel macht den Gütertransport auf der Straße sicherer, und es erhöht die Effektivität von Beladungsvorgängen. Das kommt Verladern, Transporteuren und Fahrern zugute."

Die Vergabe des Ladungssicherungssiegels an die Hersteller von Lkw-Aufbauten und Transportunternehmen setzt die Prüfung der jeweiligen Fahrzeugs in Verbindung mit Ladungssicherungsmitteln und Ladung nach den Bestimmungen der Richtlinie VDI 2700 voraus. In Fahrversuchen prüfen die Sachverständigen, ob die betreffende Ladungssicherung die von der Richtlinie VDI 2700 geforderte Beschleunigung von 0,8 g in Längsrichtung und 0,5 g in Querrichtung sicher verkraftet. Hierzu Wolfgang Bühren, Sachverständiger für Ladungssicherung an der DEKRA Niederlassung Bielefeld: "Das auf die Anforderungen des realen Straßenverkehrs abgestimmte Prüfprogramm sieht einen Bremstest, Kreisein- und Ausfahrtversuche sowie einen Spurwechseltest mit jeweils etwa 35 km/h vor". Die Ergebnisse der Prüfungen können auf identische Kombinationen von Fahrzeug, Ladung und Sicherungsmitteln übertragen werden.

Norbert Kühnl | ots

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