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Bahn hat Sicherheitsmaßnahmen ausgeweitet

26.10.2001


Die Bahn hat das Unglück in Brühl sorgfältig untersucht und das Verfahren vor dem Landgericht in Köln aufmerksam verfolgt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden analysiert und in einem vorläufigen Maß-nahmenkatalog dokumentiert. In Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA), der Aufsichtsbehörde der Deutschen Bahn, wird dieser Katalog weiter fortgeschrieben und umgesetzt.

Wesentliche Maßnahmen der Deutschen Bahn sind unter anderem der Einsatz zusätzlicher Gleismagnete, eine Erweiterung der Lokführerausbildung sowie zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen der für die Betriebs- und Bau-anweisung (Betra)- und Langsamfahrstellen (La)-Bearbeitung zuständigen Mitarbeiter. Erweiterung der Lokführerausbildung

  • zusätzliche Begleitfahrten durch Lehrer und Ausbilder
  • erweiterte Schulungsmaßnahmen
  • erweiterter Fortbildungsunterricht

Zur Ausbildung der Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn werden darüber hinaus zusätzliche Simulatoren eingesetzt. Bundesweit stehen 12 Simulatoren an zehn Standorten zur Verfügung. Im kommenden Jahr werden weitere fünf Simulatoren bereitgestellt. Diese werden zum

  • Sicherheits- und Störfalltraining, z.B. Fahrten, die vom Regelweg abweichen
  • Stresstraining (ab Januar 2002)

eingesetzt. Gleichzeitig gelingt mit dem verstärkten Einsatz der Simulatoren eine Standardisierung der Aus- und Weiterbildung, ohne auf individuell abgestimmte Schulungsinhalte für Lokführer zu verzichten. Dies ist insgesamt ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Betrieb. Seit 1998 hat die Bahn allein in die Weiterentwicklung der Simulatoren-Ausbildung ihrer Lokführer rund 20 Mio. Mark investiert.

Unabhängig davon werden die Deutsche Bahn und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) einen Lokführerschein einführen. Dieser Triebfahrzeug-Führerschein wird die bisher gängige Ausbildungspraxis der Deutschen Bahn und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) auf einer noch verbindlicheren Basis sichern. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, EBA und dem VDV haben sich Fachleute der deutschen Eisenbahnen auf verbindliche Regelungen geeinigt, so dass ein langwieriges Gesetzgebungsverfahren des Bundes nicht durchlaufen werden musste.

Einsatz zusätzlicher Gleismagnete im Betriebsgleis an Baustellen

- Ist bei Baumaßnahmen der Abstand zwischen Hauptsignal und einer Weiche besonders lang (über 400 m), setzt die Bahn seit Sommer dieses Jahres einen zusätzlichen Gleismagneten zur Überwachung der Geschwindig-keitsreduzierung der Züge ein.

Nachschulungen für Betra- und La-Bearbeiter

  • Überprüfung der Betra-Prozesse in allen sieben Niederlassungen
  • zusätzliche Schulung aller an diesen Aufgabengebieten beteiligten Mitar-beiter mit erweiterten Ausbildungsinhalten

Grundlage dieser ausgeweiteten Maßnahmen ist ein seit Jahren laufendes Sicherheitsprogramm der Bahn. Dabei wird die sicherheitliche und betriebliche Situation des Unternehmens mit anerkannten internen wie externen Fachleuten wie z.B. des EBA analysiert.

ots Originaltext: Deutsche Bahn AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:

Dieter Hünerkoch
Leiter Kommunikation
Tel.: 0 30/2 97-6 11 30
Fax: 0 30/2 97-6 19 19

Hans-Georg Kusznir
Sprecher Fahrweg
Tel.: 0 69/2 65-3 20 00
Fax: 0 69/2 65-3 20 07

E-Mail: Medienbetreuung@bku.db.de

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Weitere Informationen:
http://www.bahn.de

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