Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Freie Fahrt über den Brenner – Lokwechsel nicht mehr nötig

20.12.2005


Eine High-Tech-Lokomotive von Siemens ermöglicht erstmals einen durchgängigen Güterverkehr über den Brenner. Dadurch kann erheblich mehr Fracht von der Straße auf die Schiene verlagert werden, was den Anwohnern der verkehrsreichen Region mehrere 100.000 Lkw im Jahr ersparen kann.



Theoretisch könnte die so genannte Viersystemlok von Siemens von Schweden bis Süditalien fahren. In der Praxis ist Europa aber bahntechnisch noch nicht zusammengewachsen: Vier unterschiedliche Spannungssysteme existieren derzeit im europäischen Raum, hinzu kommen verschiedene Betriebsvorschriften und 22 Zugsicherungssysteme. Züge, die etwa zwischen Österreich und Italien verkehren, müssen deshalb an der Grenze die Lokomotive und selbst den Zugführer auswechseln – auch ein einheitlicher europäischer Lokführerschein ist noch nicht in Sicht. Das behindert vor allem den Güterverkehr, der bislang am Brennerbahnhof einen komplizierten einstündigen Rangierstopp einlegen musste – ein Nachteil gegenüber den flexibleren und kostengünstigeren Lkw. Nun gewinnt die Bahn mit der bis zu 140 Kilometer pro Stunde schnellen Viersystemlok ein Stück Wettbewerbsfähigkeit zurück. Güterzüge mit der neuen Lok müssen auf Europas wichtigster Alpentransitstrecke am Brennerbahnhof keinen Stopp mehr einlegen.

... mehr zu:
»Brennerbahnhof »Lkw »Lok »Viersystemlok


Möglich machen das vier unterschiedliche Stromabnehmer auf dem Zugdach, die je nach Spannungssystem hochgeklappt werden können: Fährt eine Lok etwa von Italien in den Brennerbahnhof ein, klappt sie den „italienischen“ Stromabnehmer herunter, rollt die wenigen Meter bis nach Österreich antriebslos und fährt dort den entsprechenden Abnehmer wieder hoch. Dadurch können mehr Züge auf weniger Trassen fahren, gleichzeitig müssen die Bahnbetreiber weniger Loks für dieselbe Strecke einsetzen – das spart Kosten und entlastet vor allem die Umwelt. Das Eisenbahnunternehmen Lokomotion, das die neuen Siemens-Züge auf der Strecke München-Verona einsetzt, rechnet für das Jahr 2005 mit einer Gesamtleistung von fünf Millionen Tonnen transportierter Fracht – das entspricht der Menge von etwa 200.000 Lkw.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de

Weitere Berichte zu: Brennerbahnhof Lkw Lok Viersystemlok

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Intelligente Planung und Steuerung für mehr Effektivität und Effizienz bei Autoumschlag in Häfen
14.09.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Umweltfreundliches Segway toppt Rad und Auto bei kurzen Strecken
08.09.2017 | Hochschule Heilbronn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterielle Nano-Harpune funktioniert wie Power-Bohrer

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

eTRANSAFE – ein Forschungsprojekt für mehr Sicherheit bei der Arzneimittelentwicklung

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

26.09.2017 | Physik Astronomie