Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fahrzeugkommunikation als Schlüsseltechnologie für Fahrsicherheit

13.09.2005


Wer kennt das nicht: unvorhersehbare und gefährliche Situationen im Straßenverkehr? Glätte, plötzlich verminderte Sicht, ein Hindernis auf der Fahrbahn oder Bauarbeiten stellen ein Gefahrenpotential für alle Verkehrsteilnehmer dar. Nicht immer gelingt es, die Gefahrenpunkte rechtzeitig zu bemerken, so dass Verkehrsunfälle die Folge sind. Derzeit beschäftigen sich saarländische Wissenschaftler in dem EU-Projekt PReVENT und dem Teil-Projekt WILLWARN (Wireless Local Danger Warning) mit diesem Thema. Hauptziel ist es, die Unfallzahlen auf europäischen Straßen, insbesondere die Anzahl der Verkehrstoten, bis zum Jahr 2010 um 50 % zu reduzieren.


WILLWARN stellt durch sein System zur Gefahrenerkennung und der dezentralen Verteilung von Warnmeldungen von Fahrzeug zu Fahrzeug durch Car-to-Car-Kommunikation eine neue Dimension in der Fahrsicherheit dar. Autos können über ein mobiles Netzwerk Informationen über mögliche Gefahren austauschen – beispielsweise ob Glatteis droht oder Nebel zu erwarten ist. Die Warnmeldungen aus entgegen kommenden oder voraus fahrenden Fahrzeugen ermöglichen anderen Fahrern, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren, den Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug anzupassen oder glatte Fahrbahnpassagen zu umfahren und bewahren sie somit vor un-vorhergesehenen und gefährlichen Verkehrssituationen.

Heute ist nahezu jedes Fahrzeug bereits mit zuverlässigen elektronischen Systemen (ABS oder ESP) zur Fahrsicherheit ausgestattet. Die Informationen der elektronischen Systeme können nun kooperativ zur Gefahrenerkennung und Warnmeldung genutzt werden. Durch Datenfusion und logische Kombination kann jedes Auto mit dem System WILLWARN ausgestattet werden und so als Sensor fungieren und dadurch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.


Das PReVENT-Teilprojekt WILLWARN leistet einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie und hat u. a. die Etablierung der europäischen Forschung auf dem Gebiet der Straßenverkehrssicherheit zum Ziel.

Unter Leitung der Saarbrücker HTW-Professoren Horst Wieker und Wolfram Seibert beteiligt sich die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) gemeinsam mit den Instituten FORGIS Institut für Fahrzeug- und Umwelttechnik und Eurotec Solutions im Rahmen dieses EU-Forschungsprojektes an der Entwicklung des „100% sicheren Autos“ der Zukunft.

In weiteren Projekten soll untersucht werden, wie die Systeme zur Fahrzeugkommunikation auch in der Kommunikation zu weiteren Verkehrsteilnehmern, z. B. Fußgängern und für die Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation eingesetzt werden können.

Kontakt:

Joachim Boes
FORGIS gGmbH
Altenkesseler Straße 17/D2
66115 Saarbrücken
Tel.: 06 81/3 02-61 35
Fax: 06 81/3 02-61 21
E-Mail: j.boes@forgis.de

Joachim Boes | Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen:
http://www.forgis.de
http://www.innovation.saarland.de
http://www.wirtschaft.saarland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Effizient und intelligent: So können Drohnen die Zustellung von Gütern planen
12.07.2017 | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

nachricht Hyperloop: Hightech aus dem Nordwesten
10.07.2017 | Hochschule Emden/Leer

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie